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Arbeitslosenzahl in Sachsen sinkt - Frühling bringt Belebung

Frühlingsgefühle auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit sinkt immer zu dieser Jahreszeit. Aber diesmal fällt die Auffrischung deutlicher aus als sonst.

Dresden. Der Beginn des Frühjahrs hat in Sachsen zu einer kräftigen Belebung auf dem Arbeitsmarkt geführt. Im März waren im Freistaat 207.158 Menschen arbeitslos, 3,2 Prozent weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Dresden mitteilte. Im Jahresvergleich ist die Entwicklung noch deutlicher. Bezogen auf den März 2013 sank die Zahl um 6,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im März dieses Jahres bei 9,7 Prozent (Februar: 10,1 Prozent) und ist den Angaben zufolge erstmals in einem Monat März einstellig. Die Regionaldirektion macht neben saisonalen Gründen das gute konjunkturelle Umfeld geltend.

„Generell erlebt der Arbeitsmarkt im Frühjahr eine Belebung. Dieses Jahr ist diese Belebung aber stärker als in den vergangenen beiden Jahren, und das, obwohl es aufgrund des milden Winters in den letzten Monaten weniger Freisetzungen gegeben hat“, erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Jutta Cordt. Im Fünfjahresvergleich seien aktuell knapp 100.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit lag im März bei 188.000 Menschen und erreichte damit den bisher geringsten Stand seit 1991. Mit dieser Angabe rechnet die Statistik Ergebnisse aus Branchen ein, deren Beschäftigung von der Jahreszeit abhängt.

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Den größten Beschäftigungszuwachs gab es bei wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Aber auch im Baugewerbe sowie dem Bereich Information und Kommunikation seien deutlich mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr, hieß es. „Der langfristige Beschäftigungsaufbau in Sachsen hält an. Wir haben den höchsten Stand in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in einem Januar seit dem Jahr 2000 erreicht“, betonte Cordt. Aktuell sind in den sächsischen Agenturen und Jobcentern insgesamt 20.821 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Nachfrage um 1334 Stellen über Vormonatsniveau. (dpa)