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Arbeitslosigkeit in Sachsen auf Rekordtief

11.500 Menschen weniger als vor einem Jahr sind ohne Job. Auch andere Zahlen stimmen zuversichtlich.

©  dpa

Dresden. Gute Konjunktur, aber auch zusätzliche Weiterbildungskurse im Herbst – diese Zutaten haben die Arbeitslosigkeit in Sachsen weiter sinken lassen. Für den Winter erwartet Sachsens Arbeitsagentur-Chef Klaus-Peter Hansen allerdings wie jedes Jahr vorübergehend mehr Arbeitslose.

Hansen sagte am Donnerstag in Chemnitz, ein neuer Rekordwert sei erreicht: 115 127 Sachsen zählen in diesem Monat als arbeitslos. Das sind fast 11 500 weniger als vor einem Jahr. Nicht mitgezählt sind bei den Arbeitslosen allerdings 48 500 Menschen, die gerade an Weiterbildungen teilnehmen oder Ein-Euro-Jobs haben. Laut Hansen tragen auch „demografische Effekte“ zur sinkenden Arbeitslosigkeit bei – viele Erwerbslose kommen ins Rentenalter und zählen dann nicht mehr mit. Langzeitarbeitslos sind rund 43 000 Sachsen, vor einem Jahr waren das noch 6 500 mehr.

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Vor allem Industrie und Sozialwesen haben laut Hansens Statistik Tausende zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Innerhalb eines Jahres entstanden nach ersten Hochrechnungen bis September 23 800 sozialversicherungspflichtige Stellen. Mehr als 39 000 Arbeitsplätze in Sachsen sind frei und stehen in den Computern der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Darunter sind fast 12 000 bei Leiharbeitsfirmen, aber auch 5 000 direkt in Industriebetrieben und jeweils mehr als 3 000 im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Bundesagentur-Chef Detlef Scheele sagte in Nürnberg, für das nächste Jahr sei keine Trendwende zum Schlechteren in Sicht. Die Arbeitslosigkeit werde 2019 weiter sinken. (SZ/mz/dpa)