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Sachsen

Arbeitslosigkeit in Sachsen steigt leicht an

Die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat ist saisonbedingt leicht gestiegen. Dennoch hinterlässt die Pandemie deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt.

Unternehmen in Sachsen meldeten für August knapp 7.400 neue freie Stellen.
Unternehmen in Sachsen meldeten für August knapp 7.400 neue freie Stellen. © Sina Schuldt/dpa

In Sachsen waren im August insgesamt 137.900 Frauen und Männer ohne Job. Das waren rund 3.600 oder 2,7 Prozent mehr als im Juli, wie die Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat leicht von 6,3 auf 6,5 Prozent. Der Anstieg ist vor allem auf die saisonübliche Entwicklung zurückzuführen. Im August erhöht sich die Arbeitslosigkeit in der Regel, weil Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse vor den Sommerferien enden.

"Junge Menschen haben sich nach der Schule arbeitslos gemeldet und Absolventen einer betrieblichen Ausbildung, weil sie vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden. Diese Arbeitslosigkeit ist in der Regel von kurzer Dauer", so Reinhilde Willems von der Regionaldirektion Sachsen. Die Behörde gehen davon aus, dass junge Menschen im Freistaat auch in diesem Jahr schnell einen Arbeitsplatz im Anschluss finden. Derzeit gibt es zudem mehr freie Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerber.

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Die Auswirkungen der Corona-Krise werden dennoch auch am sächsischen Arbeitsmarkt deutlich, hieß es. Im Vergleich zu den niedrigen Arbeitslosenzahlen im Vorjahr stieg deren Zahl um 20 Prozent. Laut der Behörde ist der sächsische Arbeitsmarkt insgesamt dennoch "robust und bewegt sich auf dem Niveau von 2017".

Unternehmen in Sachsen meldeten für August knapp 7.400 neue freie Stellen. Das waren 143 mehr als im Juli, aber dennoch rund 1.000 weniger als im August 2019. Insgesamt waren in den Jobagenturen und Jobcentern gut 34.000 freie Stellen gemeldet.

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