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Sachsen

Arbeitsmarkt verliert 200.000 Menschen

Nach Einschätzungen der Chemnitzer Regionaldirektion der Bundesagentur helfen bisherige Maßnahmen nicht gegen die bis 2030 erwartete Entwicklung. 

© Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa

Chemnitz. Sachsens Arbeitsmarkt gehen bis 2030 nach Schätzungen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz 200 000 Menschen verloren. Der erwartete Rückgang bei der erwerbstätigen Bevölkerung von rund 2,5 auf 2,3 Millionen Menschen betreffe auch viele wertvolle Fachkräfte, die aktuell noch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sicherten, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. "Die Arbeitslosigkeit sinkt kontinuierlich und die Betriebe haben einen zunehmenden Bedarf an Fachkräften mit aktuellen Kenntnissen", sagte Geschäftsführerin Reinhilde Willems.

Laut der Behörde sind aktuell zwei Drittel der sächsischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Auch in den nächsten Jahren würden mehr Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden als junge einsteigen, damit gehe auch viel Wissen verloren. "Auf diese Entwicklung müssen wir uns klug vorbereiten", sagte Willems. 

Wer den Pfennig nicht ehrt

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Allein durch Vermittlung Arbeitsloser und stärkere duale Ausbildung sei das vor allem in den ländlichen Regionen akute Problem nicht lösbar. Es gehe um die Rückgewinnung der Auspendler, um die Rückkehrwilligen und gezielte Anwerbung ausländischer Fachkräfte. "Das Thema Zuwanderung ist die Zukunftsaufgabe für Sachsen." (dpa)