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Arbeit und Bildung

Arbeitsplatzverluste 

Renommierte Print- sowie Onlinemedien wie das Handwerk Magazin haben bereits in den vergangenen Jahren mehrfach darauf hingewiesen.

© kzd pixabay

Tausenden Firmeninhabern fehlen die Nachfolger. Gehen diese über 235.000 Chefs wie geplant bis Ende 2020 in den wohlverdienten Ruhestand, drohen der deutschen Wirtschaft ernsthafte Konsequenzen. Diese können im schlimmsten Fall Ausmaße annehmen, die die Wirtschaftskraft des Landes vor eine schwere Belastungsprobe stellen würden.

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Verlust von Fachwissen in Handwerksbetrieben

War es bis in die 1980er Jahre üblich, den Handwerksbetrieb nahtlos an einen eigenen Nachkommen zu übergeben, hat sich dieses bewährte Verfahren drastisch geändert. Heutzutage haben die Sprösslinge von Tischler-, Glaser- oder Schreinermeistern andere Vorstellungen von ihrem beruflichen Leben. Etliche diese Traditionsbetriebe sind eine wichtige Stütze der jeweiligen Innung und sie sind unersetzbare Ausbildungsbetriebe, die auch von der Industrie dringend benötigt werden. Aber selbst größere Firmen aus dem Handwerk, in denen 50 und mehr Angestellte ihre Brötchen verdienen, finden keine geeigneten Nachfolger. In der Folge haben bereits Firmeninhaber ihre geplante Pensionierung verschoben, teilweise sogar mehrfach, um die Belegschaft und die treuen Kunden nicht im Stich zu lassen. Aber keiner dieser Chefs will bis in alle Ewigkeit arbeiten, weshalb nun eine Welle von Firmenschließungen bevor steht. 

Die Nachfolgerkrise im Mittelstand

Was bei kleineren Firmen schon dramatisch ist, kann im Mittelstand zur Katastrophe werden. Es sind tausende mittelständischer Unternehmen, die wirtschaftlich kerngesund sind, erstklassige Produkte oder Dienstleistungen bieten, aber vor dem Aus stehen. Mitbewerber zeigen zumeist kein Interesse, die Betriebe zu übernehmen und auch die Industriekonzerne winken ab. Einige wenige erfahrene und versierte Beratungsunternehmen suchen und finden auch geeignete Nachfolger. Bei serviceorientierten Unternehmen, wie bei der M & A Beratung im Mittelstand gehört obendrein die Hilfe bei den finanziellen Aspekten einer Firmenübernahme durch einen neuen Chef zum Dienstleistungsangebot.

Nachfrage nach neuen Chefs wird drastisch steigen

Es ist absehbar, dass die amtierenden Firmeninhaber ihre Suche nach einem Nachfolger intensivieren werden. Wie sehr diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, wagt derzeit niemand abzuschätzen. Zu viele nicht kalkulierbare Faktoren spielen bei der Übernahme eines Betriebes eine Rolle, angefangen von den Finanzen, bis zum persönlichen Verhältnis zwischen Chef und einem eventuellen Kaufbewerber.

Es ist fünf vor zwölf für zukünftig cheflose Unternehmen

Fest steht schon jetzt, dass im Bereich Nachfolgeregelung bei kleineren Firmen und im Mittelstand dringender Handlungsbedarf besteht. Sollte der Großteil der mehr als 235.000 Firmen und Unternehmen ohne einen Nachfolger bleiben, droht bis Ende 2020 deren Tilgung aus dem Firmenregister. Damit verbunden ist der schmerzliche Verlust von Fachwissen und von Ausbildungs- sowie Arbeitsplätzen, was sich die exportorientierte Bundesrepublik Deutschland nicht leisten kann.

Zudem würde die Zahl der Arbeitssuchenden sprunghaft um mehr als eine Millionen Menschen ansteigen, was die Arbeitslosenversicherung über alle Maße belasten würde. Obendrein sind keine Alternativen in Sicht, denn die verloren gehenden Arbeitsplätze können nur zu einem sehr geringen Teil von Mitbewerbern oder durch die Industrie aufgefangen werden. Damit steht für den Fall des Supergaus fest, dass die meisten der entlassenen Betriebsangehörigen direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit steuern. Bleibt zu hoffen, dass clevere Dienstleister wie M & A Beratung im Mittelstand diese prekäre Situation noch abwenden können.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Konrad Jung.