merken

Arbeitssuchende und Jobs passen zu oft nicht zusammen

Falsche Ausbildung oder zu große Entfernung zum Wohnort: Viele Arbeitslose finden keinen Job, weil Anforderung und Qualifikation nicht zusammenpassen. Die Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, scheinen noch nicht ausgeschöpft.

Nürnberg. Zahlreiche Arbeitslose finden noch immer keinen Job, weil Anforderungen und Qualifikation zu sehr auseinanderklaffen. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, sind je nach Definition 10 bis 45 Prozent der Arbeitslosigkeit darauf zurückzuführen, dass Jobs und Arbeitslose nicht zusammenpassen. Die Zahl der Arbeitslosen, die aus diesem Grund, keinen Job finden, ist laut der Studie seit dem Jahr 2000 jedoch gesunken.

Die IAB-Forscher sprechen bei diesem Phänomen von einem „Mismatch“, einer Diskrepanz zwischen Jobs und Bewerbern. Das kann an der Ausbildung oder am Wohnort liegen: wenn der Arbeitslose schlicht nicht dort lebt, wo es eine passende Stelle für ihn gibt. Dadurch müssen in manchen Berufen, Branchen oder Regionen Arbeitslose überdurchschnittlich lange einen Job suchen. Und es dauert lange, bis offene Stellen besetzt werden können.

StadtApotheken Dresden
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da

Die StadtApotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

„Die Möglichkeiten, den Mismatch am Arbeitsmarkt weiter zu reduzieren, dürften noch nicht ausgeschöpft sein“, heißt es in der Studie. Um diese Art von Arbeitslosigkeit zu verringern, müssten etwa Um- oder Weiterbildungen von Arbeitslosen verstärkt werden. Die Forscher fanden beispielsweise heraus, dass der Anteil der Arbeitslosen, die ihren Beruf gewechselt haben, um einen neuen Job zu bekommen, kaum zugenommen hat.

Außerdem müsste die Mobilität der Arbeitslosen stärker gefördert werden. Betriebe könnten zudem Bewerber oder auch Beschäftigte weiterqualifizieren, wenn sie noch nicht die gesuchten Kenntnisse haben. Ein weiteres Instrument sei die Förderung von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit. (dpa)

›› Studie des IAB