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Armut in Sachsen weiter auf hohem Niveau - nur leichter Rückgang

18,9 Prozent der Menschen in Sachsen lebten 2012 unterhalb der Armutsgrenze.

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Berlin/Dresden. 18,9 Prozent der Menschen in Sachsen lebten 2012 unterhalb der Armutsgrenze. Trotz leicht positiven Trends gehört der Freistaat laut dem Armutsbericht 2013 nach wie vor zu den fünf Bundesländern mit der höchsten Armutsgefährdung. Das Papier wurde vom Paritätischen Wohlfahrtsverband am Donnerstag in Berlin veröffentlicht.

Im Vorjahr waren es nach Angaben des Landesverbandes 19,6 Prozent, der Rückgang falle aber nur leicht aus. „Sachsen verharrt auf hohem Niveau, denn seit 2005 dreht sich der Wert um 19 Prozent“, sagte ein Sprecher.

Besonders betroffen ist die Region Westsachsen, wo mit 22,2 Prozent fast ein Viertel der Einwohner arm ist. Mit einer Armutsquote von 25,9 Prozent zählt die Stadt Leipzig gar zu den Spitzenreitern unter den deutschen Großstädten.

Als arm gilt nach Definition des Berichts jeder, der über weniger als 60 Prozent des Durchschnitts-Nettoeinkommens in Deutschland verfügt. Die Schwelle liegt damit bei einem Durchschnitts-Nettoeinkommen von 869 Euro im Monat für einen Singlehaushalt und 1.826 Euro für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahre. (dpa)