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Arnsdorf investiert in Straßenbau

Zwei größere Vorhaben sind 2018 geplant. Doch auch Kindern und Jugendlichen kommt einiges zu Gute.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Arnsdorf. Nach Wochen der harten Arbeit und dem Jonglieren mit Zahlen, hat die Arnsdorfer Kämmerei Anfang des Jahres einen Haushaltsplan öffentlich auslegen können. Und am Mittwochabend hat der Gemeinderat den Finanzplan für das bereits begonnene Jahr mehrheitlich beschlossen.

Im groben und Ganzen investiert die kleine sächsische Gemeinde große Summen in den Straßenbau. So muss Arnsdorf für die grundhafte Sanierung der Kleinwolmsdorfer Straße 675 000 Euro ausgeben. Hier wird seit Herbst die Fahrbahn auf einer Länge von 820 Metern auf 6,50 Meter verbreitert. Außerdem soll ein einseitiger Gehweg entstehen. Noch bis zum 15. Dezember ist die Straße deshalb voll gesperrt. Ein weiteres großes Vorhaben – nachdem in diesem Jahr die Poststraße auf Vordermann gebracht wurde – ist die Sanierung der Teichstraße. Dafür hat die Arnsdorfer Kämmerei 850 000 Euro eingeplant. Nicht direkt für den Straßenbau, sondern für den Brückenbau werden stolze 350 000 Euro benötigt. Denn endlich kann die vom Hochwasser 2013 stark beschädigte Schmiedebrücke in Wallroda angepackt werden. Die Submission habe nach Angaben von Bauamtsleiterin Margit Porst diese Woche stattgefunden. Immerhin drei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Im Frühjahr wolle man mit den Bauarbeiten dann endlich beginnen.

Doch nicht nur in den Straßen- und Brückenbau investiert die Gemeinde kräftig. Denn für die Grundschüler sowie die Vereine Arnsdorfs wird intensiv an einer neuen Turnhalle getüftelt. Dafür wird 2018 immerhin eine halbe Million von Nöten sein. Als eine weitere größere Ausgabe für die Jüngsten der Gemeinde nennt Margit Porst zudem die Kosten für den Spielplatz in Kleinwolmsdorf. Dieser soll für 29 000 Euro wieder richtig schick gemacht werden. Unterstützung bekommt die Gemeinde dafür von der Leader-Region Westlausitz, die das Vorhaben mit europäischen Mitteln fördert.

Was kommt bei den Arnsdorfern an?
Doch das sind nicht die einzigen Gelder, die Arnsdorf „direkt“ in die Bürger investiert. Zahlreiche Ausgaben nehmen die Einwohner nämlich gar nicht direkt wahr. So hat die Kämmerei 1,23 Millionen Euro an Zuschüssen für die Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde eingeplant. Weitere 175 000 Euro sind für die Grundschule fällig. „Wir bezahlen Unterrichtsmaterialien, das Gebäude, das Gehalt für den Hausmeister und die Sekretärin“, zählt Margit Porst einige Ausgaben auf. Und auch für die Bücherei sind immerhin 42 000 Euro im aktuellen Haushalt eingeplant. 50 000 Euro sind zudem Vereinszuschüsse. „Wir stellen beispielsweise gemeindeeigene Räume kostenlos zur Verfügung. Miete müssen die Vereine nicht zahlen“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Und auch für die Feuerwehren der Gemeinde sind rund 90 000 Euro im Finanzplan zu finden.

Und was der Bürger ebenfalls nicht vergessen darf: Arnsdorf zahlt jedes Jahr einen riesigen Batzen Geld an Kreisumlage. Stolze 1,28 Millionen Euro sind es in diesem Jahr, die direkt an den Landkreis Bautzen gehen.

Übrigens hat in diesem Jahr sogar ein Bürger der Gemeinde sein Recht genutzt, den Haushalt während der Offenlegung einzusehen. Er wollte dabei lediglich wissen, ob auch die Hufelandstraße in diesem Jahr einer Sanierung unterzogen wird. Tatsächlich hätte es die Buckelpiste, die zum und durch das Krankenhausgelände führt, mal dringend nötig. Allerdings hat die kleine sächsische Gemeinde dafür nicht das nötige Kleingeld, muss parallel auch immer weiter die aufgenommenen Kredite abbezahlen. Allein in den kommenden zwölf Monaten sind dafür ebenfalls 384 000 Euro eingeplant.