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„Nur ein letztmöglicher Weg“

Die Veranstalter nehmen Stellung zum Ausschluss Susanne Dagens von einem Workshop im Hygiene-Museum.

© Norbert Millauer

Vom 17. bis 19. September fand am Deutschen Hygiene-Museum in Dresden eine Tagung über „Rechte Ideologien und Bewegungen“ statt. Daran hat auch die Buchhändlerin Susanne Dagen teilgenommen, wurde aber von einem Workshop ausgeschlossen. Das hat für Diskussionen gesorgt. Nun äußerten sich die Veranstalter, darunter neben dem Museum unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung, das Kulturbüro Sachsen und die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen.

In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es, der Zwischenfall verdeutliche, wie schwierig der Diskurs über radikale politische Bewegungen und Ideologien sei. „In entsprechenden Veranstaltungen kann es zu Situationen kommen, in denen zum Schutz einzelner Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie zur Sicherstellung eines angstfreien Sprechens und Diskutierens Zugangsbeschränkungen sinnvoll oder sogar unumgänglich werden können.“ Zwar sei mit dem Ausschluss Frau Dagens der offene und demokratische Diskurscharakter der Tagung eingeschränkt worden. Dennoch respektierten die Veranstalter die Entscheidung der Workshop-Leiterin. „Der Ausschluss einer Person ... kann aber stets nur ein letztmöglicher Weg sein“, so das Museum.

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Eine Mehrzahl der Workshop-Teilnehmer hätte darauf hingewiesen, dass eine vertrauensvolle Durchführung der Arbeitssitzung unter Beteiligung von Frau Dagen vor dem Hintergrund ihrer Vernetzung in rechtsextremen Kreisen nicht möglich sei. Die Workshop-Leiterin Simone Rafael habe Susanne Dagen daraufhin gebeten, von einer Teilnahme abzusehen. (SZ)