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Eine Frage der ungünstigen Lage

Kodersdorf liegt bei der Anzahl der Verbrechen auf einer Ebene mit größeren Städten.

© André Schulze

Kodersdorf. Kodersdorfs Vorteil ist zugleich ein Nachteil. Die Gemeinde nördlich von Görlitz mit dem prosperierenden Gewerbegebiet liegt an der Autobahn 4 und der Bundesstraße 115.

Was für Unternehmer attraktiv ist, hat für die Statistik einen Haken: Wenn auf der Autobahn polizeiliche Kontrollen stattfinden, gehen sie eben auch auf das Zahlenkonto der Gemeinde, schließlich verläuft die Autobahn ja nicht durch Niemandsland, sondern ist territorial Gemeinden zugeordnet. Da Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht, Unfälle oder Schmuggelaufgriffe somit deutlich häufiger vorkommen, verschiebt sich das Bild in Kodersdorf: 158 Straftaten pro 1 000 Einwohnern – das übertrifft sogar die Quote der Städte Görlitz (knapp 148) und Zittau (108).

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Bürgermeister Rene Schöne ärgert sich darüber, dass es keine bereinigten Zahlen ohne diese Einflüsse gibt, denn die würden ihn durchaus interessieren. „Bei uns gibt es auch Kriminalität, Einbrüche, Diebstähle – aber nicht in dem Maße“, sagt er.

Immerhin sei durch Autobahn und Bundesstraße die Polizeipräsenz im Ort generell hoch, was von den Bürgern auch positiv bewertet werde, sagt er. (SZ/abl)