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Eine Karlsbader Schnitte, bitte!

© André Braun

Leisnig/Sitten. Von den Nudeln, die am Dienstag in der „Flotten Küche“ – also in der Sozialküche Sitten – aufgetischt worden sind, haben die Ferienkinder des Kinderhaus-Hortes keine einzige Portion gegessen.

Leisnig/Sitten. Von den Nudeln, die am Dienstag in der „Flotten Küche“ – also in der Sozialküche Sitten – aufgetischt worden sind, haben die Ferienkinder des Kinderhaus-Hortes keine einzige Portion gegessen. Vielmehr bereiteten sie ihre Mahlzeit unter Leitung von Köchin Sibylle Pilz-Philipp selbst zu. Seit vier Jahren schon schreiben die Kinder das gemeinsame Kochen auf die Ferien-Wunschliste, die Leiterin Angelika Kolitsch mit ihren Kolleginnen gern abarbeitet – sofern die Wünsche im Finanzbudget liegen. Mehr als 100 Mädchen und Jungen werden in Hort und Kindergarten im Kinderhaus Sitten betreut. Für die Ferienkinder gibt es am Dienstag also statt Spaghetti selbst zubereitete Karlsbader Schnitten. Das zu DDR-Zeiten beliebte, belegte Toastbrot, das noch überbacken wird, kennen nicht alle Mädchen und Jungen. Trotzdem wollen es die meisten probieren. Jos und Lorenz, beide vierte Klasse, schneiden für alle Gurken und Tomaten. Die Köchin freut sich über den geübten Umgang mit den scharfen Messern. Beide Jungs sind auch beim Ganztagsangebot dabei, das Sibylle Pilz-Philipp den Sittener Grundschülern unterbreitet. Da geht es dann um solche Dinge wie Hygiene in der Küche, das Arbeiten nach Rezept und natürlich ums Kochen. (DA/sig)