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Fast 450 Schulen in Sachsen werden saniert

© Sebastian Schultz

Insgesamt können die Kommunen etwa 200 Millionen Euro ausgeben. Bis 2022 müssen die Bauarbeiten aber fertig sein.

Andrea Schawe

Dresden. Moderne Sportanlagen, Schulerweiterungen und neue Brandschutztechnik: Fast 200 Millionen Euro investiert der Freistaat in Sachsens Schulen. Kultusminister Christian Piwarz und Umweltminister Thomas Schmidt (beide CDU) haben am Mittwoch die Investitionspläne an die Landkreise und kreisfreien Städte übergeben. „Wir unterstützen die Kommunen weiter dabei, die Schulen fit zu machen, damit wir beste Lehr- und Lernbedingungen schaffen“, sagte Piwarz.

Insgesamt wird in 447 Schulen investiert – das ist jede vierte. Städte und Gemeinden haben zusammen mit den Landkreisen entschieden, welche Gebäude saniert werden. Sie haben Baumaßnahmen für 175 Millionen Euro angemeldet. 20 Millionen Euro stehen als Reserve zu Verfügung. „So können wir auf gestiegene Baupreise reagieren“, sagt Umweltminister Schmidt. Sein Ministerium verwaltet das Investitionsprogramm. Bis Ende 2022 müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Die Aufteilung des Geldes erfolgt nach Schülerzahlen. Gefördert werden nur die Sanierung, der Umbau, die Erweiterung oder der Ersatzbau von Schulen. Neubauten werden nicht finanziert. In die Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz fließen insgesamt 65,9 Millionen Euro. Die Landkreise erhalten 129,8 Millionen Euro. Die Landeshauptstadt investiert einen Großteil des Geldes in das Gymnasium Klotzsche. Außerdem soll das Gymnasium Dreikönigsschule saniert werden.

Die Bundesregierung hatte 2017 etwa 3,5 Milliarden Euro für den Schulhausbau zu Verfügung gestellt, davon gingen 178 Millionen nach Sachsen. Der Landtag hat diese Summe noch um zehn Prozent erhöht. Dazu müssen die Kommunen zusätzlich eigenes Geld investieren. Der Städte- und Gemeindetag lobte das Programm. „Lange hat der Freistaat gebummelt“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Ralf Leimkühler. Nun komme das Geld zeitnah und unbürokratisch möglichst vielen Kommunen zugute.