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Deutschland & Welt

U-Boot mit 53 Seeleuten vermisst

Vor Bali ist ein U-Boot mit Dutzenden Seeleuten verschollen. Das Schiff der indonesischen Marine wurde einst in Kiel gebaut. Was ist an Bord passiert?

Das vor 40 Jahren in Deutschland gebaute Unterseeboot KRI Nanggala-402 sei vermutlich gesunken, wird Militärsprecher Hadi Tjahjanto (Foto) zitiert.
Das vor 40 Jahren in Deutschland gebaute Unterseeboot KRI Nanggala-402 sei vermutlich gesunken, wird Militärsprecher Hadi Tjahjanto (Foto) zitiert. © Achmad Ibrahim/AP/dpa

Jakarta. In Indonesien herrscht große Sorge um die Besatzung eines vermissten U-Boots. Die vor 40 Jahren in Deutschland gebaute KRI Nanggala-402 sei vermutlich nördlich von Bali gesunken, zitierte das Nachrichtenportal "Kompas" am Mittwoch den Militärsprecher Hadi Tjahjanto. An Bord waren 53 Menschen, wie der Leiter des Marine- Informationsdienstes, Julius Widjojono, mitteilte. Andere Länder in der Region boten Hilfe bei der Suche an.

Der Kontakt war gegen 3.00 Uhr morgens (Ortszeit) während einer Übung abgebrochen, dann verschwand das knapp 60 Meter lange U-Boot etwa 95 Kilometer vor der Insel Bali. Möglicherweise befinde es sich in einer Mulde auf dem Meeresboden in etwa 700 Metern Tiefe, hieß es.

Das Verteidigungsministerium in Jakarta teilte mit, Helikopter hätten einen Ölfleck im Meer entdeckt - ungefähr an der Stelle, an dem es zuletzt Kontakt zu dem U-Boot gab. "Die Suche mit zwei Schiffen, die mit Seitensichtsonar ausgestattet sind, dauert an", hieß es. Singapur und Australien wurden Berichten zufolge um Hilfe bei der Suche gebeten, weil sie U-Boot-Rettungsschiffe besäßen.

Bergungen aus großer Tiefe extrem schwierig

Laut der Nachrichtenagentur Antara News wurde die KRI Nanggala-402 mit diesel-elektrischem Motor 1977 beim Unternehmen Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel bestellt und 1981 in Betrieb genommen. Andere Medien hatten zuvor 1979 als Jahr der Inbetriebnahme genannt. Eine Generalüberholung war 2012 in Südkorea abgeschlossen worden.

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Bergungen aus großer Tiefe sind extrem schwierig. Im November 2017 war das argentinische U-Boot "ARA San Juan" mit 44 Seeleuten an Bord auf der Fahrt von Ushuaia im äußersten Süden Argentiniens nach Mar del Plata verschwunden. Zuvor hatte es technische Probleme an Bord gegeben. Eine Suchmannschaft der privaten Firma Ocean Infinity hatte das gesunkene U-Boot erst ein Jahr später in mehr als 900 Metern Tiefe vor der patagonischen Küste geortet. Die Regierung schloss eine Bergung des Schiffes damals aus. Argentinien verfüge nicht über die nötigen technischen Möglichkeiten, hieß es zur Begründung. (dpa)

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