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Kamenz

Asphalt ersetzt jetzt Blumenschmuck

Der Zustand bestimmter Straßen beschäftigt Bürger und Gemeinde in Neukirch. Dazu gibt es jetzt Antworten.

Dieser Blümchenschmuck ist inzwischen Vergangenheit und durch Asphalt ersetzt. Ein besonders haltbarer soll es sein.
Dieser Blümchenschmuck ist inzwischen Vergangenheit und durch Asphalt ersetzt. Ein besonders haltbarer soll es sein. © privat

Neukirch. Schlaglöcher sind immer wieder ein Ärgernis. Der Neukircher Wilfried Heider wandte sich mit einer Frage zum Zustand der Mittelstraße an die Öffentlichkeit. Der kritisierte Straßenabschnitt in Schmorkau stamme wohl noch aus der DDR-Zeit und wurde in den vergangenen Jahren immer nur sporadisch geflickt. Die Gemeinde habe es nicht einmal geschafft, das größte Schlagloch zu reparieren. 

Um darauf aufmerksam zu machen, pflanzte ein Anlieger kürzlich Blümchen hinein. Der Leser schlägt einen größeren Bogen und nimmt auch auf die Finanzlage der Gemeinde Bezug, die wohl nicht so gut ist und schreibt: „Ich weiß, dass die Haushaltslage der Gemeinde Neukirch fast nur noch für die Pflichtaufgaben reicht.“ So müsse es doch erlaubt sein, auf die permanente finanzielle Unterfinanzierung vieler Gemeinden – ohne eigene Industrie – wiederholt hinzuweisen und sich damit nicht abzufinden. Bezeichnend für die Situation sei die geringe Wahlbeteiligung zur Kommunalwahl gewesen und dass allein vier Sitze in der Gemeindevertretung unbesetzt blieben.

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Die SZ wandte sich an die Gemeinde und fragte auch, ob ein Ausbau der Trasse geplant ist. Bürgermeisterin Grit Truxa-Richter konnte nun melden: Das Schlagloch sei jetzt ausgebessert worden. Damit ist der Blumenschmuck Vergangenheit. Die Mitarbeiter des Bauhofes seien zuletzt stark mit der Wahlvorbereitung und der Pflege des Begleitgrüns an den Straßen beschäftigt gewesen. Letzteres, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Nun seien aber im Wesentlichen alle durch den Winter entstandenen Schlaglöcher in der Gemeinde beseitigt worden. Dafür habe die Gemeinde ein von der Firma BPH aus Königsbrück patentiertes und von der TU Dresden getestetes Material eingebaut. Dieses wurde erstmals von der Gemeinde verwendet und soll besonders haltbar sein.

Planer sind knapp

Zu Straßenbauplänen in Neukirch und damit auch zur Mittelstraße beschreibt die Bürgermeisterin die Situation so: Der Gemeinderat habe im März in öffentlicher Sitzung über die Verwendung der Gelder vom Freistaat aus der Instandsetzungs- und Erneuerungspauschale für Straßen gesprochen. Dabei kam die Verbindungsstraße Weißbach-Koitzsch, auch landläufig KAP-Straße genannt, in den Fokus. Die sei durch Brückenbauarbeiten an der Staatsstraße 100 im Jahr 2017 stark beschädigt worden. Hintergrund war der Umleitungsverkehr über die Trasse. In der kommenden Woche wird sich der Gemeinderat nun mit der Straße befassen und darüber entscheiden.

Grit Truxa-Richter: „Ebenso stand die Sanierung des angesprochenen Teils der Mittelstraße zur Prüfung an. Ein erster Abschnitt wurde bereits 2017 grundhaft erneuert.“ Das habe eine fünfstellige Summe gekostet. Die Mittelstraße müsse für einen grundhaften Ausbau allerdings erst überplant werden. Planer seien derzeit knapp. In der kommenden Woche gebe es aber den ersten Termin für die Planung in diesem Jahr, lässt die Bürgermeisterin wissen. Im kommenden Jahr werde die Gemeinde ihre Finanzen überprüfen, um die nächsten Schritte zu gehen.

Am Dienstag, 25. Juni, befasst sich der Gemeinderat Neukirch mit der Ortsverbindung zwischen Weißbach und Koitzsch. Es geht um eine überplanmäßige Ausgabe zur Erneuerung des Straßenbelages der sogenannten KAP-Straße 3. Bauabschnitt. Der Rat wird darüber und über die Vergabe der Leistung entscheiden. Die Sitzung beginnt 19 Uhr in der Gemeindeverwaltung Neukirch.

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