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Gesundheit

Asthma - Und nun?

Wer die Diagnose Asthma erhält, der kann im ersten Moment vielleicht nicht viel mit diesem Begriff anfangen. Die gute Nachricht:

© Silviarita

Es gibt verschiedene Therapien und Maßnahmen, die den Alltag eines Asthmatikers wesentlich angenehmer machen können.

Diese Symptome bringt Asthma mit sich

Es handelt sich um eine Krankheit, die bei verschiedenen Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Wie genau die Krankheit verläuft, hängt unter anderem vom Alter, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Alltag des Betroffenen ab. Besonders häufig kommt die Kurzatmigkeit vor. Hier haben Menschen das Gefühl, dass sie zum Beispiel in der Folge von körperlich anstrengenden Tätigkeiten zu wenig Luft bekommen. Die Kehle ist sprichwörtlich wie zugeschnürt. Ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten, so kommt es nicht nur bei körperlicher Anstrengung, sondern auch bei einer psychischen Belastung zur Atemnot. Um für eine Unterstützung der Menschen mit Asthma frühzeitig zu sorgen, sollten Verwandte, Bekannte und Menschen aus dem beruflichen Umfeld über die Symptome informiert werden. Sie bringen dann mehr Verständnis auf, als würden sie nicht wissen, was gerade mit dem Asthmatiker geschieht.

In einigen Fällen kann es zu einem nächtlichen Husten kommen, das nur nach und nach abflacht. Je nach Schwere des Verlaufs, gipfelt sich das Husten in einem Asthmaanfall, aus dem Betroffene nur noch durch die Gabe von Medikamenten herauskommen.

Die Behandlung bei Asthma

Besonders häufig werden sogenannte Inhalatoren verwendet, um den Erkrankten mit Kortison zu versorgen. Dank des Inhalators gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bereich des Rachens und der Atemwege. Handelt es sich um einen schweren Fall, kann alternativ zum Kortison auch ein Medikament mit dem Wirkstoff Betasympathomimetika verabreicht werden. Während eines akuten Anfalls ist es möglich, dass der Erkrankte direkt über eine Maske oder über eine Nasensonde mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich kann ein Arzneimittel gegeben werden, dass die Bronchien erweitert und das selbstständige Atmen erleichtert.

Das richtige Verhalten im Alltag

Wer die Diagnose Asthma von seinem Arzt erhalten hat, der kann im Alltag einiges dafür tun, dass Anfälle weniger häufig vorkommen und die Krankheit generell milder verläuft. Ein absolutes Tabu in diesem Zusammenhang: Patienten sollten keinesfalls rauchen. Wer vor der Diagnose geraucht hatte, muss das sofort einstellen; zur Not mit einer entsprechenden Therapie. Wer unter schwerem Asthma leidet, der sollte sich auch Gedanken darüber machen, ob ein Wechsel des Berufs bzw. des Arbeitsortes für eine langfristige Linderung sorgen kann. Es gibt diverse Baustoffe, aber auch Chemikalien aus dem medizinischen Bereich sowie aus dem Bereich der Pflege, mit denen Berufstätige in Kontakt kommen und die sich negativ auf die Symptome auswirken. Auch Metalldämpfe und die schmutzige Luft auf Baustellen können Symptome verschlechtern.

Wer lernen möchte, besser mit dem Asthma umzugehen, der kann an einer speziellen Asthmaschulung teilnehmen. Hier lernen Betroffene, was genau während eines akuten Anfalls zu tun ist. Zudem geben geschulte Mediziner den Patienten Tipps mit auf den Weg, wie sie den Alltag noch gesünder gestalten können. Solche Schulungen werden in vielen Fällen von den Krankenkassen bezahlt. Je gesünder der eigene Organismus ist, desto eher können auch schwere Anfälle vermieden werden. Um den Körper zu stärken, ist Sport eine wichtige Maßnahme. Anders als vielfach von Laien angenommen, schließen sich regelmäßiger Sport und das Asthma nicht aus. Ganz im Gegenteil! Allerdings sollten sich Betroffene nicht stark verausgaben, weil die Atembeschwerden sonst stärker werden können. Schwimmen, schnelles Gehen und Yoga sind nur drei Sportarten, die dem Körper eines Asthmatikers gut bekommen.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Ellen Merz.

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