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Asylbewerber in Dresden erstochen

Ein Marokkaner zückt im Streit ein Messer. Nun ermittelt die Polizei wegen Totschlags.

© N. Neumann

Dresden. Im neuen Löbtauer Flüchtlingsheim an der Tharandter Straße ist gestern ein Streit eskaliert. Dabei wurde ein 32-jähriger Asylbewerber aus Marokko erstochen. Als tatverdächtig gilt ein 28-jähriger Landsmann des Toten. Ein Messer wurde am Tatort sichergestellt. Dies teilte Polizeisprecher Marko Laske gestern mit. Der Täter ist noch in unmittelbarer Nähe des Asylheims festgenommen worden.

Das Opfer habe bei dem Streit schwerste Verletzungen davongetragen. Auch ein Notarzteinsatz konnte den Mann nicht retten. Er ist noch am Tatort gestorben, so der Polizeisprecher. Der Körper des Mannes habe erhebliche Stichverletzungen aufgewiesen. Im Verlauf des Sonntags wurde der Täter von Kriminalisten der Dresdner Polizei vernommen und soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Seine Motive sind bislang unklar. Der Leichnam des 32-jährigen Marokkaners wird in den nächsten Tagen von Rechtsmedizinern obduziert.

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Aus dem Dresdner Rathaus kommt Anteilnahme für das Opfer. „Das ist eine Nachricht, die betroffen macht, wenn ein Mensch zu Tode kommt“, sagt Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos). „Jetzt muss geklärt werden, wie es zu diesem Streit kommen konnte.“ Dies sei Sache der Polizei.

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Die Nachricht macht betroffen, dass ein Asylbewerber gestern in Löbtau bei einer Messerstecherei ums Leben kam. Es ist schade um jedes Menschenleben, besonders, wenn es auf gewaltsame Art so abrupt endet.

Die städtische Flüchtlingsunterkunft an der Tharandter Straße war erst Anfang Februar eröffnet worden. 40 Frauen und Männer aus verschiedenen Nationen leben dort seit einigen Wochen zusammen. Nach Angaben von Nachbarn habe es dort bislang keine Probleme mit den Asylsuchenden gegeben. (SZ/two)

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