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Asylbewerberzahlen weiter rückläufig

In der Siedlung Rossendorf wird das Heim geschlossen. Auch die Notbetten an der Macherstraße in Kamenz gibt es nicht mehr.

© dpa

Bautzen/Kamenz. Ende September waren im Landkreis nur noch 1 177 Asylbewerber in zentralen Heimen und 410 in Wohnungen untergebracht. Das sind über 500 weniger, als am Anfang des Jahres. Insbesondere in Kamenz ist der Rückgang auffällig, während er in Hoyerswerda oder Bautzen noch nicht so deutlich sei. Frances Lein, Sprecherin im für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständigen Landratsamt: „Dies liegt an der Schließung zweier Notunterkünfte in der Macherstraße mit insgesamt 200 Plätzen im April.“ Diese hätten bis dahin zur Gesamtkapazität der Gemeinschaftsunterkunft in Kamenz gezählt.

Einige dieser Notunterkunftsbewohner gingen in die Awo-Gemeinschaftsunterkünfte in Hoyerswerda, sodass damit in Hoyerswerda trotz der Schließung des Heimes in der Dillinger Straße die Bewohnerzahl recht konstant blieb, obwohl weniger Gesamtzuweisungen erfolgten. Die Schließung des Spreehotels in Bautzen wurde durch die Unterkunft in der Flinzstraße kompensiert. In Kamenz waren am 1. Oktober 331 Asylbewerber gemeldet.

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Früher als bisher geplant schließt wegen der rückläufigen Flüchtlingszahlen auch die Asyl-Unterkunft in der Siedlung Rossendorf. Schon Ende Oktober ist hier Schluss, ursprünglich war der Pachtvertrag für die Baracke gleich neben dem Technologiezentrum bis Ende Juli 2018 datiert. „Die Landkreisverwaltung hat sich mit dem Betreiber auf eine vorzeitige Vertragsbeendigung geeinigt“, so Frances Lein. Der Bedarf ist nicht mehr da, so das Amt weiter. Ausgelegt ist die Unterkunft in der zum Radeberger Ortsteil Großerkmannsdorf gehörenden Siedlung Rossendorf für maximal 72 Bewohner. Nur noch gut die Hälfte der Plätze ist belegt.

Die insgesamt zehn Wohnungen, die die Stadt Radeberg für Flüchtlinge bereitstellt und auch die Unterkunft für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge an der Straße des Friedens in Radeberg bleiben weiterhin offen. (SZ)