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Asylheim schließt eher

Der Bedarf an der Unterkunft in der Siedlung Rossendorf ist nicht mehr gegeben, sagt der zuständige Landkreis.

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Siedlung Rossendorf. Jetzt ist doch früher Schluss als ursprünglich geplant. Die Asyl-Unterkunft in der Siedlung Rossendorf schließt Ende Oktober. Ursprünglich war der Pachtvertrag für die Baracke gleich neben dem Technologiezentrum bis Ende Juli 2018 datiert. „Die Landkreisverwaltung hat sich mit dem Betreiber auf eine vorzeitige Vertragsbeendigung geeinigt“, so Frances Lein aus der Pressestelle des Kreises. Grund für das frühere Ende des Vertrags: Der Bedarf ist nicht mehr da, so das Amt. Schon seit Längerem sind ja die Flüchtlingszahlen stark zurückgegangen, sodass der Landkreis – der für die Unterbringung zuständig ist – bereits mehrere Unterkünfte im Kreisgebiet geschlossen hatte.

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Ausgelegt ist die Unterkunft in der zum Radeberger Ortsteil Großerkmannsdorf gehörenden Siedlung Rossendorf für maximal 72 Bewohner. Aktuell sind nur 46 Plätze belegt. Der Landkreis wird die verbliebenen Bewohner nun auf andere Unterkünfte verteilen, wobei man auf bereits erfolgreiche Integrationsansätze achten werde, heißt es aus dem Landratsamt dazu. Hier sei man in enger Abstimmung mit dem Bündnis „Radeberger Land hilft“. Der Verein, in dem auch die Stadt Radeberg Mitglied ist, kümmert sich bekanntlich um die Flüchtlinge im Raum Radeberg, organisiert zum Beispiel Deutschkurse oder versucht, Asylbewerber in Sportvereinen zu integrieren. „Bereits anerkannte Asylbewerber erhalten Unterstützung zum Umzug in Wohnraum“, fügt Kreissprecherin Lein an. Die Stadt Radeberg hatte ja bekanntlich als eine der ersten Städte im Landkreis Wohnungen bereitgestellt, um Flüchtlinge dezentral unterbringen zu können, was letztlich nicht nur zu mehr Integration, sondern eben auch zu weniger Problemen führt, ist man im Rathaus überzeugt.