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Asylverfahren deutlich beschleunigt

Die Dauer der Asylverfahren in Deutschland hat sich erheblich verkürzt. Über offene Anträge soll künftig innerhalb von drei Monaten entschieden werden.

© dpa

Berlin. Die Dauer der Asylverfahren in Deutschland hat sich erheblich verkürzt. Während die Bearbeitungszeit bei den im Juli 2014 entschiedenen Anträgen noch durchschnittlich 7,7 Monate betrug, waren es bei den Entscheidungen im Dezember nur noch 5,7 Monate, wie eine Sprecherin das Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

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Sie bestätigte einen Bericht der Zeitung „Passauer Neue Presse“ (Donnerstag). Im Juli wurde über 11 000 Asylverfahren entschieden, im Dezember waren es rund 15 700. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, die durchschnittliche Verfahrensdauer auf drei Monate zu verkürzen. Im Jahresdurchschnitt 2014 dauerte ein Asylverfahren 7,1 Monate.

Die Beschleunigung der Verfahren sei zum einen auf die 2014 zusätzlich eingestellten 300 Mitarbeiter zurückzuführen, sagte die Sprecherin. Mit der Besetzung weiterer 350 neuer Stellen sei bereits begonnen worden. Ein weiterer Grund sei, dass sehr viele Asylbewerber entweder aus den inzwischen als sogenannte sichere Herkunftsländer eingestuften Westbalkan-Staaten oder aus den Bürgerkriegsländern Syrien und dem Nordirak stammten. In beiden Fällen könne über die Anträge sehr schnell entschieden werden.

Das Bundesamt hat 2014 über insgesamt 128 911 Asylanträge entschieden. 2013 waren es 80 978. Dies entspricht einer Steigerung um rund 60 Prozent. Ende vergangenen Jahres warteten allerdings noch 169 000 Personen auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag. Mittelfristig rechnet das Bundesamt damit, dass sich die Zahl offener Verfahren reduziert. Dies ist jedoch stark von der Zahl neuer Asylanträge abhängig. Für 2015 geht die Behörde von 200 000 Erst- und 30 000 Folgeanträgen aus - sofern keine weiteren Krisenländer dazukommen. (dpa)

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