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Attacke gegen badende Afrikaner

Seit einer Woche ermittelt das Operative Abwehrzentrum (OAZ) gegen rassistische Pöbler, die in der Kiesgrube Leuben vier junge Männer aus Eritrea beleidigt und angegriffen haben.

© Norbert Neumann

Dresden. Nach einem heißen Sommertag in der Kiesgrube Leuben wollten am Sonntag vor einer Woche (10. Juli) vier Badegäste aus Eritrea am späten Nachmittag nach Hause gehen. Daran aber hinderten sie fünf aggressive Männer.

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Nach anfänglichen fremdenfeindlichen Pöbeleien und Beleidigungen sei das Quintett auch handgreiflich geworden und habe einen der vier Asylsuchenden verletzt, teilt das OAZ auf Anfrage der SZ mit. Andere Badegäste beobachten die Szene, kamen den Afrikanern zur Hilfe und verständigten die Polizei. Schnell erschien eine Streife am Ort des Geschehens und ein ebenfalls alarmierter Notarzt brachte den verletzten 22-jährigen Eritreer zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Polizisten sicherten Spuren, notierten Aussagen von Zeugen und übergaben die Ermittlungen wegen des fremdenfeindlichen Hintergrunds an Beamte des Operativen Abwehrzentrums (OAZ). Die Herkunft der fünf Tatverdächtigen sei laut OAZ noch unbekannt.

Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handle, werde das OAZ noch keine detaillierten Informationen herausgeben, teilte die Pressestelle mit. Die Ermittlungen drehen sich um einen ganzen Katalog mutmaßlicher Vergehen: dazu zählen Beleidigung, Bedrohung, Volksverhetzung; Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung und Körperverletzung. (szo)