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Auch die Meissen wird wieder flott

In der Winterpause müssen fünf Schiffe in die Laubegaster Werft. Höchstens eine Million Euro dürfen die Reparaturen kosten.

© Sven Ellger

Von Christoph Springer

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Dresden. Drei kleinere Dampfer und das Flaggschiff der Elbflotte, der Dampfer Dresden, liegen auf dem Trockenen. Die Pillnitz, die Meissen, die Wehlen und das 90 Jahre alte Schiff mit dem Namen der Landeshauptstadt werden zurzeit in der Laubegaster Werft überarbeitet. Im Januar soll außerdem das Motorschiff „August der Starke“ aus dem Wasser gehoben werden. Die Antriebsmaschine des Salonschiffs mit zwei je 460 PS starken Dieselmotoren muss überholt werden. Wie die vier Dampfer braucht auch das Motorschiff neuen TÜV.

„Wir machen das alles aus eigenen Kräften“, beschreibt Robert Rausch die Winterarbeiten in Laubegast. Maximal eine Million Euro sind für die Arbeiten veranschlagt, dieser Rahmen wird voraussichtlich unterboten, so der Marketingchef der Flotte. Neben den Schiffsmannschaften arbeiten nur Kollegen aus der unternehmenseigenen Schlosserei und der Zimmerei bei den Reparaturen mit. Sie fertigen unter anderem neue Laufbuchsen für die stark belasteten Schaufelräder an, die drei kleinen Dampfer bekommen außerdem neue Toiletten. Die Blechdicken der Schiffswände werden überprüft und die Rümpfe frisch gestrichen.

Parallel dazu haben die Kollegen der Dampfschiffahrt in Laubegast eine große Anlegestelle aufgearbeitet, die laut Rausch an diesem Donnerstag wieder am Terrassenufer vertäut wird. Es handelt sich um einen Anleger, der als Lager für Taue, Farben, Pumpen, Rettungsringe und Ersatzrohre dient.

Flottenchefin Karin Hildebrand denkt unterdessen weiter über ein neues Schiff nach, das auch bei Niedrigwasser fahren kann und mehr Platz für Fahrräder hat, bestätigt Rausch. Spruchreif ist aber noch nichts, die Finanzierung ist noch offen. 2016 sei ein stabiles Jahr und das Geschäft „eher erfolgreich“ gewesen, lässt er sich entlocken. Konkrete Zahlen darf er aber noch nicht nennen. Unterm Strich stehe aber ein Plus, verrät Rausch. „2016 war im Vergleich zu 2014 sehr gut. Damals fuhren 670 000 Passagiere mit den Dresdner Schiffen, das Unternehmen machte 9,1 Millionen Euro Umsatz. 2015 konnten die Schiffe wegen Niedrigwassers wochenlang gar nicht fahren, es ging wirtschaftlich abwärts. Jetzt ist die Flaute vorbei. „Wir können recht optimistisch auf 2017 gucken“, sagt Rausch.