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Dresden

Auch IG Metall zeigt Bachmann an 

Der Pegida-Mitbegründer bezeichnete auch Gewerkschafter als "Volksfeinde" und "miese Maden". Gegen ihn laufen bereits vier Verfahren.

Lutz Bachmann hat nun die nächste Anzeige für seine Pegida-Rede kassiert.
Lutz Bachmann hat nun die nächste Anzeige für seine Pegida-Rede kassiert. © Matthias Rietschel

 Auch fast zwei Wochen nach seiner umstrittenen Rede auf dem Dresdner Neumarkt erhält Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann noch Strafanzeigen. Am Freitag kam noch eine Online-Anzeige der IG Metall dazu. "Wir haben heute Anzeige gegen Lutz Bachmann erstattet, weil seine Äußerungen eine konkrete Bedrohung für Leib und Leben von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern sind", teilte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, in Berlin mit. Man sehe darin einen Aufruf zu schweren Straftaten. Die Anzeige sei online gestellt worden.

Hintergrund ist eine Rede Bachmanns auf der Pegida-Kundgebung am Montag, 7. Oktober. Darin soll Bachmann Linke, Grüne und Gewerkschafter als "Volksfeinde" und "miese Maden" bezeichnet haben, die man in einen Graben tun und zuschütten müsse. Bachmann ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Volksverhetzung.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden gibt es dort derzeit vier laufende Ermittlungsverfahren gegen Bachmann - zwei wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung und je eines wegen des Verdachts der Gewaltdarstellung und Beleidigung. Ob auch nach seiner Rede vom 7. Oktober gegen ihn ermittelt wird, stehe noch nicht fest, sagte ein Behördensprecher.

Die IG Metall ruft dazu auf, an diesem Sonntag in Dresden gegen Pegida zu demonstrieren, wenn die selbst ernannten "Partriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" ihren fünften Jahrestag begehen. (dpa)