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Auch in Hirschfelde sollen Solaranlagen gebaut werden

Eine Hamburger Firma will knapp 14 000 Quadratmeter am alten Güterbahnhof nutzen. Ein noch viel größeres Projekt ist indes abgelehnt worden.

© Klaus-Dieter Brühl

Von Thomas Mielke

Hirschfelde. Das Gelände des ehemaligen Hirschfelder Güterbahnhofs zwischen Bahnhofsstraße und neuer Haltestelle, zwischen Wohnhäusern und Gleisen könnte zu einem Solarfeld werden. In der kommenden Woche soll der Zittauer Stadtrat das Startsignal für die zwingend notwendige Planung der Bebauung mit dem Ziel der „Ausweisung eines Sondergebietes Fotovoltaikanlagen“ geben. Die Kosten dafür würde der Investor tragen. Der Hirschfelder Ortschaftsrat hat sich am Mittwoch einstimmig für das Vorhaben ausgesprochen. Er und die Stadtverwaltung plädieren für die Anlage, weil sie „eine sinnvolle Nachnutzung der Fläche darstellt.“ Zudem würde sich wieder jemand darum kümmern und sie pflegen. Das Gelände wird seit Langem nicht mehr genutzt und verwahrlost. Das Güterbahnhofsgebäude verfällt und ist laut Ortsvorsteher Bernd Müller „ein gefährlicher Kinderspielplatz“ geworden.

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Eine Hamburger Firma will das knapp 1,4 Hektar große Gelände nutzen, um maximal 2,5 Meter hohe Solarmodule in der Form aufzustellen, wie sie etwa aus Oderwitz oder Oberseifersdorf bekannt sind. Die Anlage soll mit einem zwei Meter hohen Zaun samt Übersteigeschutz gesichert werden. Die Hecken zwischen Bahnhofssiedlung und Solarfläche würden als Sichtschutz erhalten bleiben. Zur anderen Seite wird das Gelände durch Büsche jenseits der Bahnlinie abgeschirmt. Die Anlage soll nach Angaben der Investorfirma rund 860 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von 244 Zwei-Personen-Haushalten. Sollte das Güterbahnhofsgebäude abgerissen und dessen Fläche mitgenutzt werden, könnten es noch ein paar mehr werden. Allerdings will der Investor laut Ortschaftsrat die Abrisskosten nicht übernehmen.

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Unabhängig davon soll es laut Müller eine Anfrage zum Bau eines Solarfeldes an der B 99 zwischen Drausendorfer Krone und Abzweig Wittgendorf gegeben haben. Diese ist seinen Worten zufolge mit dem Hinweis, dass man landwirtschaftliche Nutzfläche nicht in Solarflächen umwandeln wolle, von der Stadtverwaltung abgelehnt worden. Auch das begrüßte der Ortschaftsrat. Die Fläche gehört der Stadt, die sie an einen Landwirt verpachtet hat.