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Auch Personalchef von VW muss gehen

Der Autobauer baut seine Führungsspitze komplett um – wegen „Entscheidungsschwäche“.

Wolfsburg. Bei dem überraschend angekündigten Umbau der VW-Führungsetage werden neben der geplanten Ablösung von Konzernchef Matthias Müller weitere Personalien bekannt. In Konzernkreisen heißt es, dass auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen muss. Sein Nachfolger soll demnach Gunnar Kilian und damit ein enger Vertrauter von Betriebsratschef Bernd Osterloh werden. Anstelle von Müller soll der bisherige Markenchef Herbert Diess künftig die wichtigen Entscheidungen im Konzern treffen.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur aus Kreisen des Kontrollgremiums erfuhr, wird dem amtierenden VW-Konzernchef Matthias Müller intern Entscheidungsschwäche vorgeworfen. Der geplante Konzernumbau bei Volkswagen soll nach Darstellung aus Aufsichtsrats-Kreisen einen neuen „Aufbruch“ bei Europas größtem Autokonzern ermöglichen. Der notwendige Umbau gehe unter Müller nicht schnell genug, hieß es mit Blick auf den grundlegenden Wandel der Automobilindustrie. „Das war keine einfache Zeit, mit einem hohen Druck von außen“, sagte Branchenexperte Stefan Bratzel. Müller habe aber beim Umbau positive Akzente gesetzt.

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Volkswagen stehen neben dem Personalwechsel an der Konzernspitze weitere Umwälzungen bevor. Auch eine Neufassung wichtiger Strukturen sei angedacht, bekräftigten am Mittwoch Quellen aus dem Umfeld des Konzerns. Wie konkret diese schon auf einer für Freitag geplanten Aufsichtsratssitzung diskutiert oder gar beschlossen werden könnten, blieb jedoch zunächst unklar.

Nach Spiegel-Informationen sollen die einzelnen Marken in vier Gruppen kommen – für Volumenmodelle (Kernmarke VW, Skoda, Seat), Oberklasse-Autos (Audi, Bentley), Sportwagen (Porsche, Bugatti, Lamborghini) und Nutzfahrzeuge (MAN, Scania, leichte Nutzfahrzeuge). Ein Sprecher des VW-Aufsichtsrates wollte den Bericht nicht kommentieren. In der Debatte ist seit längerem auch eine separate Ausgliederung des Lkw-Geschäfts mitsamt eigenem Börsengang oder eine Holding-Struktur. (dpa)