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Auch Vodafone lässt Dienste lauschen

Der Konzern räumt ein, in einigen Ländern direkte Drähte zum Mithören und Aufzeichnen zur Verfügung zu stellen.

Düsseldorf. Der Telekom-Riese Vodafone muss Behörden in mehreren Ländern einen direkten und ungehinderten Zugriff auf alle Gespräche gewähren. Es gebe geheime Direktverbindungen, über die Regierungsbehörden die Gespräche im Vodafone-Netz live mithören und aufzeichnen könnten. Auch eine Ortung der Handynutzer sei möglich. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Transparenz-Bericht des britischen Konzerns hervor. Die Namen dieser Länder nannte Vodafone nicht.

In vielen Fällen sei dort allein das Sprechen darüber schon strafbar, sagte Sprecher Alexander Leinhos. „Eine automatische Mitschneidemöglichkeit von außen gibt es in Deutschland aber definitiv nicht.“ Vodafone legt in dem Transparenz-Bericht offen, in welchen Ländern das Unternehmen Behörden das Mithören von Telefongesprächen erlauben muss. Insgesamt geht es um 29 Staaten, in denen Vodafone tätig ist. Der Konzern sei in der Regel gesetzlich verpflichtet, Regierungsstellen solche Abhörmöglichkeiten zu bieten, hieß es.

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Die Veröffentlichung von Informationen zu Abhörmaßnahmen in den einzelnen Ländern hält Vodafone für wichtig, um ein größeres Verständnis dafür zu wecken. Im Prinzip sollten aber die Regierungen und nicht die Telekom-Provider für Transparenz sorgen, sagte Leinhos. (dpa/SZ/rad)