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Audi aus Kurve geschleudert

Die Straße zwischen Geising und Altenberg gilt als gefährlich. Nun kam es wieder zu einem Unfall.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

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Dem Frühling entgegenlaufen

Nach dem Motto nicht länger warten, sondern starten - treffen sich am 5. Mai wieder Laufsportfreunde zum Lauf-in-den-Frühling in Freital.

Altenberg. Die Straße zwischen Altenberg und Geising wurde ihrem Ruf als Unfallschwerpunkt wieder einmal gerecht. Am Montagabend kam ein 35-Jähriger mit einem Audi A 5 in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Der Wagen beschädigte die Leitplanke sowie einen Leitpfosten und rutschte einen Abhang hinunter. Der Autofahrer blieb unverletzt, am Auto entstand ein Sachschaden von rund 21 000 Euro. Der Abschleppdienst barg das Fahrzeug am Dienstagvormittag aus dem Straßengraben.

Der Wagen wurde aus der Bergedammkurve geschleudert. © Egbert Kamprath
Mit schwerer Technik musste der Audi am Dienstag geborgen werden. © Egbert Kamprath

Es war der zweite größere Unfall, der sich in diesem Jahr auf dieser Straße ereignete. Bereits Ende Januar fuhr ein roter VW Up von Altenberg kommend nach einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Skoda Roomster zusammen. Dabei wurden auch die beiden Skoda-Insassen verletzt. Die VW-Fahrerin musste von Kameraden der Feuerwehren Altenberg und Geising aus ihrem Wrack gerettet werden. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 14 000 Euro. Beide Autos waren Schrott.

Seit Jahren gilt diese steile und kurvenreiche Straße als ein Unfallschwerpunkt. Im Winter verunglücken hier meist Autos, im Sommer Motorräder. Um die Straße sicherer zu machen, ergriff das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bereits verschiedene Maßnahmen. 2014 wurde an den Leitplanken oberhalb von Geising ein sogenannter Unterfahrschutz angebracht. Diese Bleche sollen die Unfallfolgen für Motorradfahrer abmildern, indem sie verhindern, dass die Biker nach dem Sturz gegen die Stahlpfähle der Leitplanken geschleudert werden. Ein Jahr später wurde auf einem Abschnitt der Straße eine neue Asphaltschicht aufgetragen. Damit sollte die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche verbessert werden. Weitere Maßnahmen waren zuletzt nicht geplant. Denn nach Einschätzung der Verkehrsunfallkommission, die sich die Unfälle der jüngsten Zeit genauer angeschaut hat, gibt es auf der gesamten Strecke keinen Abschnitt, der als Unfallschwerpunkt eingestuft werden kann. In den meisten Fällen war eine „nicht angepasste Geschwindigkeit“ die Ursache für die Unfälle. Deshalb lässt die Verkehrsunfallkommission gegenwärtig ein Streckengutachten erarbeiten. Es soll noch vor der Motorradsaison vorliegen. Danach wird die Kommission entscheiden, welche Maßnahmen in Angriff genommen werden sollen. Zuletzt war vor der Einführung von neuen Höchstgeschwindigkeiten die Rede.