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Aue holt in Paderborn einen Punkt

Falko Götz bewies am Sonntag ein glückliches Händchen. Der Trainer von Erzgebirge Aue wechselt mit Arvydas Novikovas den späteren Torschützen ein, der sein Team die 20-Punkte-Marke knacken lässt.

© dpa

Tina Hofmann

Paderborn. Dank eines Kunstschusses von Rückkehrer Arvydas Novikovas hat Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue die 20-Punkte-Marke geknackt. Das Team von Trainer Falko Götz konnte zwar den Auswärtsfluch nicht besiegen, holte aber zumindest einen Punkt in der Fremde. Beim SC Paderborn hieß es am Ende 1:1 (0:1)-Unentschieden. Vor 6005 Zuschauern in der Benteler Arena trafen Jens Wemmer (32. Minute) für die Gastgeber und Novikovas (78.) für die „Veilchen“.

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Für den Litauer, der zehn Wochen verletzt ausgefallen war, war es der dritte Saisontreffer. Bereits am 23. August beim Sieg gegen Cottbus hatte der 22-Jährige per direktem Freistoß getroffen. „Es sind viele Fehler passiert, wir hatten gar keinen richtigen Spielaufbau. Das hat Paderborn zum Glück nicht genutzt, deswegen konnten wir nochmal zurück ins Spiel kommen“, sagte Kapitän René Klingbeil.

Götz musste sein Team im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Düsseldorf umstellen. Rico Benatelli konnte aufgrund von muskulären Problemen nicht auflaufen. Deshalb brachte der Coach neben Michael Fink Dorian Diring auf der Sechserposition, zog Gonzalez wieder in die Innenverteidigung und ließ Fabian Müller im rechten Mittelfeld spielen.

Aue wirkte in der ersten Halbzeit zu passiv. Die Mannschaft war zwar darauf bedacht, defensiv keine großen Fehler zu machen. Im Spiel nach vorn ging aber nicht viel, denn es fehlte an Ideen, Schnelligkeit und Klarheit in den Aktionen.

Auch der entscheidende Mut fehlte den Gästen, um dem Gegner entscheidend wehtun zu können. In der Abwehr ließen die „Veilchen“ immer wieder die nötige Entschlossenheit vermissen. So war es bezeichnend, dass Diring den Führungstreffer von Paderborn auflegte und Zlatko Janjic sich wegdrehte, statt energisch gegen den Ball zu gehen und so den Schuss von Wemmer unhaltbar für Tormann Martin Männel abfälschte.

Götz reagierte in der Halbzeit und nahm den Gelb-vorbelasteten Solomon Okoronkwo vom Feld. Für ihn stürmte in den zweiten 45 Minuten Jakub Sylvestr. Aue versuchte, ein anderen Gesicht zu zeigen und mehr eigenen Offensivdrang zu entwickeln. Das gelang zunächst auch gut, jedoch ohne nennenswerte Tormöglichkeiten.

Die hatte Paderborn gleich zweifach, doch Männel parierte zweimal stark gegen den Torschützenkönig der Liga, Mahir Saglik (59./71. Minute). Wie schon in den vergangenen Spielen, so versuchte Falko Götz noch einmal frische Kräfte zu bringen, während Paderborn allmählich wieder das Zepter des Handelns in die Hand nahm. Die Hereinnahme von Novikovas in der 69. Minute sollte sich aber nur neun Minuten später mit dem Ausgleichstreffer auszahlen. (dpa)