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Aue verpasst Sprung von den Abstiegsrängen: 0:1 gegen Sandhausen

Der FC Erzgebirge Aue hat den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Sachsen verloren am Samstag gegen den SV Sandhausen mit 0:1 (0:0) und bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz.

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© dpa

Von Fabian Held

Aue. Der FC Erzgebirge Aue hat die Steilvorlage der abstiegsbedrohten Konkurrenz nicht nutzen können und verpasste den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze. Die Sachsen verloren am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SV Sandhausen mit 0:1 (0:0) und bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vor 9 250 Zuschauern in der Sparkassen-Erzgebirgsarena erzielte der eingewechselte Alexander Bieler (74.) nach einem Abwehrpatzer den entscheidenden Treffer für die Gäste, die nun elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben.

„Das Schlimmste, was im Fußball passieren kann. Du machst das Spiel, die kommen einmal aufs Tor, du verlierst 0:1 und hast null Punkte“, meinte Aues Selcuk Alibaz. „ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, wir müssen es einfach sacken lassen, kühlen Kopf bewahren und weitermachen“, sagte Trainer Tomislav Stipic.

Aue tat sich anfangs schwer. Sandhausen investierte mehr für das Spiel und hätte durch den in der Winterpause von Aue gekommenen Solomon Okoronkowo (41.) in Führung gehen können. Doch Martin Männel kratzte den Kopfball des Ex-Kollegen von der Linie. Nach dem Wechsel lenkte Sandhausens Torhüter Manuel Riemann einen Freistoß von Selcuk Alibaz (55.) gekonnt an die Latte. Als Aue den Druck erhöhte, nutzte Sandhausen einen Abwehrfehler von Kapitän René Klingbeil zur überraschenden Führung. Aues Verteidiger bekam die Flanke in den Strafraum an den Ellbogen, den abprallenden Ball schoss Bieler aus sieben Metern unhaltbar ein.

Damit stellt der Joker den Spielverlauf auf den Kopf. „Ich bin der Meinung, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben und 90 Minuten das Spiel kontrolliert haben. Aber wie der Fußball so ist: Wenn du das Tor vorne nicht machst, wirst du irgendwann bestraft. Dann kommt ein Konter und dann steht es 0:1“, meinte Clemens Fandrich.

Vor dem Spiel hatten Aues Präsident Helge Leonhardt und Trainer Stipic unisono geäußert, auch mit einem Unentschieden zufrieden zu sein. Entsprechend war die Auer Mannschaft zunächst vor allem auf das Verhindern von Torchancen bedacht. Mit langen Bällen versuchten die Sachsen schnell das Mittelfeld zu überbrücken und Räume zu schaffen. Die Sandhäuser agierten abwartend und lauerten vor allem auf Ballverluste oder Fehlern von Aue. Diese Rechnung ging am Ende für die Gäste auf. Mit elf Punkten Vorsprung ist Sandhausen praktisch gerettet. Für Aue geht der harte Abstiegskampf in die nächste Runde. (dpa)