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Dresden

Auf dem Theaterplatz hat es geklingelt

Um 15 Uhr wurde es laut an diesem Sonnabend vor der Semperoper. Rund 150 Dresdner machten Lärm, weil sie unzufrieden sind.

Katja Hänsch (41) klingelt beim Flashmob auf dem Theaterplatz mit,
Katja Hänsch (41) klingelt beim Flashmob auf dem Theaterplatz mit, © René Meinig

Fahrradklingeln, Glocken und keine Herzen: Wer Sonnabendnachmittag auf dem Theaterplatz war, konnte es nicht überhören.

Organisiert haben Alexander Bernstein von der SPD und Grünen-Stadtrat Torsten Schulze die Versammlung. Anlass waren die Attacke auf eine vierjährigen Jungen, der von einem Mann von seinem Laufrad getreten wurde - offenbar weil er aus einer tunesischen Familie stammt. Der „Deutsche Busfahrer“, die Drohungen gegen den Mann, der ihn fotografiert hat, der Angriff auf ein Heim mit minderjährigen Flüchtlingen in Klotzsche und einiges mehr.

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„Es wurde eine Grenze überschritten“, so Victor Vincze vom Ausländerrat Dresden, bezogen auf den Angriff auf den Vierjährigen. „Wir können und dürfen nicht mehr schweigen“, so Vincze, der auch im Kreisvorstand der CDU ist.

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Rita Kunert verlas einen offenen Brief, den die Initiative „wer schweigt, stimmt zu“ an Oberbürgermeister Dirk Hilbert verfasst hat. Darin fordert sie den OB auf, zu handeln und Kontakt zur Initiative aufzunehmen, um gemeinsam etwas zu verändern.

Danach klingelten die 150 Teilnehmer, die gekommen waren.

Insgesamt 150 Menschen waren dem Aufruf gefolgt.
Insgesamt 150 Menschen waren dem Aufruf gefolgt. © René Meinig
Anlass für den Flashmob war die Attacke auf eine vierjährigen Jungen.
Anlass für den Flashmob war die Attacke auf eine vierjährigen Jungen. © René Meinig