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Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt

Eine Delegation aus Zittau hat Nova Gorica in Slowenien besucht, um über die Bewerbung für 2025 zu sprechen.

© Stadt Zittau

In Vorbereitung einer Zittauer Kulturhauptstadtbewerbung besuchten Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) und Landrat Bernd Lange (CDU) in Begleitung von Kulturraumsekretär Joachim Mühle die slowenische Stadt Nova Gorica, um über eine gemeinsame Bewerbungsstrategie zu beraten. Darüber informiert Kai Grebasch, Pressesprecher der Stadt Zittau.

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Beide Städte bereiten eine Bewerbung für den Titel als Europas Kulturhauptstadt für das Jahr 2025 vor. Die slowenische Stadt ist erst ab 1947 direkt an der Grenze zu Italien entstanden, nachdem im Pariser Vertrag die gesamte Region durch eine neue Grenzziehung entlang der Bahnlinie ihres Zentrums – das seitdem den italienischen Teil mit Namen Gorizia bildet – beraubt war. Heute wird eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen beiden Stadtteilen gepflegt.

Viele Anknüpfungspunkte

„Es war eine spannende Erfahrung, in einem ganz anderen Land eine ähnliche Situation wie bei uns vorzufinden und wie dort damit umgegangen wird“, berichtet OB Zenker über die Reise. Die Delegation habe nicht nur die Stadt und viele Kultureinrichtungen besichtigt, sondern auch direkt vor Ort eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit erarbeitet.

„Ich freue mich, dass das auch sofort von den Amtskollegen Matej Arcon (SLO) und Rodolpho Ziberna (IT) erwünscht wurde. Wir haben auf vielen Ebenen Anknüpfungspunkte für unserer beider Bewerbungsverfahren gefunden, die wir gemeinsam bearbeiten werden.“ So werde auch Nova Gorica eine Bewerbung mit der umliegenden Region anstreben.

Zum Neißefilmfestival und zum Theaterfestival J-O-S werden slowenisch/italienische Gäste erwartet; ein Künstleraustausch soll vorbereitet werden. Zudem ist das Interesse groß, die thematische Verbindung zwischen dem Oder-Neiße-Radweg und dem geplanten Soca-Radweg zu entwickeln. Einigkeit bestand darin, die symbolischen Brückenbauwerke beider Regionen und die Bahnverbindungen inhaltlich in die Bewerbungen einfließen zu lassen. „Wenn wir unseren Weg zu einer Bewerbung weiter vorbereiten, dann werde ich den Zittauer Stadtrat auch um Zustimmung zu einer Partnerschaft mit der Doppelstadt bitten“, so Zenker. Vorerst würden Dokumente für die jeweilige Strategie erstellt. Man wolle sich nicht voneinander abhängig machen, sondern die Lage als Grenzstädte nutzen. (SZ)