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Auf den Ausbau zu setzen, bringt nichts

SZ-Lokalchef Tobias Winzer über die Unfälle auf der Autobahn.

© Karl-Ludwig Oberthür

Tobias Winzer

Es ist fast jeden Tag das gleiche Bild. Auf den beiden rechten Spuren reiht sich ein Lkw an den anderen. Auf der linken Spur versuchen Autofahrer, schneller voranzukommen. Baustellen machen die Spuren eng und die Fahrt unübersichtlich. Nicht selten führt diese Kombination aus viel Verkehr und Baustellen zu Unfällen, wie die neueste Statistik zeigt. Und nicht selten werden dabei Menschen verletzt. Allen ist klar, auf dem Autobahnabschnitt zwischen Dresden-Nord und Dreieck Nossen muss etwas passieren. Nur auf den achtspurigen Ausbau zu hoffen, greift aber zu kurz.

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Denn zum einen ist immer noch unklar, ob der Ausbau überhaupt kommt. Und selbst wenn sich der Bund dazu entschließt, die Autobahn zu verbreitern, würden Planung und Bau Jahre dauern. Und auch dann ist nicht sicher, ob das Verkehrsproblem wirklich gelöst ist. Denn eine breitere Autobahn zieht nur noch mehr Verkehr an. Es könnte sein, dass das Verkehrschaos bleibt – nur eben auf einer dann achtspurigen Autobahn.

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Bund und Freistaat müssen über ein ganzes Bündel an Gegenmaßnahmen nachdenken. Der Ausbau ist ein Teil davon. Dazu gehört auch eine Förderung des Güterverkehrs, um die Zahl der Laster auf der Autobahn zu reduzieren. Dazu gehört auch, die Fahrt auf der Autobahn unattraktiver zu machen – zum Beispiel durch Gebühren. Und dazu gehört auch eine vernetzte Verkehrssteuerung mit Warntafeln und Tempolimits, die sich je nach Verkehrssituation verändern.

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