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Zittau

Auf der Lausche geht es im Mai weiter

Voraussichtlich in fünf Wochen sollen die Arbeiten auf dem Gipfel wieder aufgenommen werden. Dann fliegen auch wieder die Hubschrauber.

Im Vorjahr ist mit dem Bau der neuen Aussichtsplattform auf der Lausche begonnen worden.
Im Vorjahr ist mit dem Bau der neuen Aussichtsplattform auf der Lausche begonnen worden. © Matthias Weber

Einstimmig haben die Großschönauer Gemeinderäte jetzt weitere Arbeiten auf dem Lauschegipfel vergeben. Selbstverständlich war das nicht. Immerhin lag das Angebot einer Hainewalder Baufirma deutlich über der Kostenplanung. Die Instandsetzung der alten Trockenmauer und Treppenanlage, der Abbau der früheren Technikkabine und das Anlegen eines Gründaches kosten nun etwas mehr als 138.000 Euro. Bei rund 90.400 Euro lag die Kostenschätzung. 

"Den Fakt muss man erstmal verdauen", meint Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (SPD). Die Ausschreibung aufheben, wollte die Gemeinde aber nicht, sagt Bauamtsleiter Markus Hummel. Denn bei einer erneuten Ausschreibung sei nicht sicher, ob bessere Angebote erzielt werden. Die Verwaltung hat das auch bei einer Ausschreibung für das Schloss Hainewalde erlebt: Die erste wurde aufgrund der zu hohen Angebote aufgehoben, aber beim zweiten lagen die Kosten immer noch über der Plansumme. Deshalb ist den Räten auch die Annahme des höheren Angebotes für die Arbeiten auf dem Lauschegipfel empfohlen worden.

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Voraussichtlich im Mai soll es auf dem höchsten Berg des Zittauer Gebirges weitergehen. Mit dem beauftragten Transportunternehmen sind die nächsten Hubschrauberflüge vereinbart worden. Sie sind vorerst für Anfang Mai eingetaktet, wie in der Ratssitzung erklärt wurde. Abhängig ist das aber immer von der Witterung. Mit den nächsten Flügen sollen die Stahlteile auf den Gipfel gebracht werden. Anschließend kann die Stahl- und Natursteinverkleidung errichtet werden. 

Diese Leistungen hat der Gemeinderat bereits in einer früheren Sitzung vergeben - sowie drei weitere Arbeitsaufträge. "Die großen Lose sind vergeben", sagt Hummel. Nun müssen nur noch drei kleinere Bauleistungen wie beispielsweise die Errichtung der Sitzgelegenheiten und der Einbau des Schutzraums für Wanderer vergeben werden. Der Bauamtsleiter rechnet damit, dass dies im April, spätestens aber im Mai erfolgen wird.

Dass die Angebote höher liegen als die Kostenschätzung, ist nicht das erste Mal der Fall. Auch bei den zuvor bereits vergebenen Bauleistungen gab es Steigerung, wie Markus Hummel erklärt. Die zu erwartenden Mehrkosten des jetzt vergebenen Auftrages will die Gemeinde aber erst bei der Förderstelle beantragen, wenn auch die Ergebnisse der drei restlichen Lose vorliegen.

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