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Auf ein Glas mit Günther Jauch

Innerhalb von drei Jahren hat es die Weinzentrale zu Bekanntheit gebracht. In diesem Jahr konnte der Betreiber bereits drei Preise einstreichen.

© René Meinig

Von Sarah Herrmann

Er kann nicht nur Fragen stellen und Kandidaten verunsichern, sondern auch über Weine plaudern. Gäste der Weinzentrale auf der Hoyerswerdaer Straße konnten das schon erleben. Denn Günther Jauch – Wer-wird-Millionär-Moderator und Winzer – ist einer von vielen, die in der kleinen Bar an der Ecke zur Tieckstraße zu Besuch waren. Innerhalb von drei Jahren hat Jens Pietzonka sein Lokal zur überregionalen Bekanntheit gebracht und mehrere Auszeichnungen abgeräumt.

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In diesem Jahr waren es bereits drei Preise: Der Verband deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter zeichnete es für besonders gute Weinempfehlungen aus. In der Zeitschrift Vinum wurde die Weinzentrale als drittbeste, vom Deutschen Weininstitut sogar als beste deutsche Weingastronomie eingestuft. Das Geheimrezept?

Ein besonderes Merkmal sind die regelmäßigen Veranstaltungen. So lädt Pietzonka immer wieder Winzer aus ganz Deutschland zu sich ein, auch aus Italien, Spanien, Österreich und Frankreich sind sie bereits angereist. Soweit ist das noch nicht ungewöhnlich. Allerdings setzen sich die Weinexperten in der Neustadt zu den Gästen mit an den Tisch. Am Montag waren sieben junge Winzer aus der „Generation Pfalz“ zu Gast, die jedes Jahr von einer Jury gewählt wird. Im Juni gibt es eine Tour zu Adams Gasthof in Moritzburg – samt Shuttlebus.

„Am Anfang mussten wir die Winzer schon ganz schön beknien“, räumt der Gastronom ein. Dresden sei nicht die erste Adresse für Winzer. Städte wie Berlin, Hamburg und München seien für die Vermarktung der Weine wegen einer größeren gastronomischen Vielfalt attraktiver. „Und um ehrlich zu sein, haben die Leute dort auch einen dickeren Geldbeutel“, so Pietzonka. Mittlerweile habe die Weinzentrale allerdings einen guten Ruf. Teilweise würden die Winzer sogar anfragen, ob sie kommen dürfen. Dazu hätten auch Pietzonkas Kontakte aus der Sternegastronomie beigetragen. 20 Jahre arbeitete er in den Kreisen, wurde mehrfach als Sommelier des Jahres ausgezeichnet und war zuletzt bei Stefan Hermann im Bean & Beluga beschäftigt. Aus dieser Zeit weiß er auch, wann es zu Schweigen gilt. So bewirte er zwar auch den einen oder anderen Prominenten. Doch ein Name kommt ihm nicht über die Lippen – außer der von Wer-wird-Millionär-Moderator Günther Jauch.