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Auf ein Wiedersehen in der Waldschänke

Das Konzert zugunsten der abgebrannten Gaststätte an der Talsperre Klingenberg lockt ein großes Publikum – und gibt der Wirtsfamilie Hoffnung.

Von Anja Ehrhartsmann
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Die Waldschänke Obercunnersdorf an Talsperre Klingenberg am Tag nach dem Brand
Die Waldschänke Obercunnersdorf an Talsperre Klingenberg am Tag nach dem Brand © Egbert Kamprath

Geradezu in Scharen waren die Besucher am Sonntag ins Kulturhaus nach Pretzschendorf geströmt, zum Benefizkonzert für die abgebrannte Waldschänke in Obercunnersdorf. Knapp 350 Gäste nahmen an den langen Tafeln im großen Saal und auf der Empore Platz, darunter auch Gastwirt Frank Kunath mit Familie.

„Wir waren auf 250 Besucher eingestellt, dass am Ende so viele kommen, hätten wir nicht gedacht“, freut sich Uwe Weichelt, Initiator des Benefizkonzerts und musikalischer Leiter des Blasorchesters der Feuerwehr Colmnitz. Entsprechend positiv fällt auch sein Fazit aus. „Es war sehr emotional. Ich glaube, alle waren hin und weg.“ Eröffnet wurde das Konzert vom Blasorchester der Feuerwehr Colmnitz. Anschließend war der Gesangverein Concordia Pretzschendorf zu hören, bevor der Musikzug der Feuerwehr Pretzschendorf das Ruder übernahm. Den Abschluss machte der Männergesangsverein Klingenberg. Bevor das Konzert gegen 17 Uhr endete, mussten viele Zugaben gespielt werden, so Uwe Weichelt. Die Besucher hätten sich sehr spendenfreudig gezeigt. Wie viel zusammengekommen ist, lässt sich noch nicht sagen. Fest steht aber, nicht nur die Spenden sollen in den Wiederaufbau der Gaststätte an der Talsperre Klingenberg fließen, sondern auch die Erlöse aus dem Kuchen- und Getränkeverkauf.

Das Benefizkonzert für die abgebrannte Waldschänke in Obercunnersdorf lockte viele Zuschauer ins Kulturhaus Pretzschendorf. Das musikalische Programm gestalteten das Blasorchester Colmnitz (rechts), der Musikzug Pretzschendorf, der Männergesangsverein Kli
Das Benefizkonzert für die abgebrannte Waldschänke in Obercunnersdorf lockte viele Zuschauer ins Kulturhaus Pretzschendorf. Das musikalische Programm gestalteten das Blasorchester Colmnitz (rechts), der Musikzug Pretzschendorf, der Männergesangsverein Kli © Egbert Kamprath

Doch bevor konkrete Pläne für einen Neuanfang geschmiedet werden können, muss die Brandruine zuerst abgerissen werden. Die Arbeiten dafür laufen bereits, sagt Frank Kunath. Wie es danach weitergeht, kann er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit absoluter Gewissheit sagen. Aber: „Wir versuchen, die Gaststätte wieder aufzubauen“, so der Obercunnersdorfer. Für die viele Unterstützung sind die Kunaths sehr dankbar.

Das beliebte Ausflugslokal an der Talsperre Klingenberg war im Januar nahezu komplett ausgebrannt, samt Wohnräumen und Inventar. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Feuer seinen Ursprung in der Zimmerdecke und griff dann auf den Dachstuhl und das obere Stockwerk über. Obwohl Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen kämpften, war das Gebäude nicht mehr zu retten. Familie Kunath verlor damit nicht nur ihre berufliche, sondern auch ihre private Existenz.

 Gastwirt Frank Kunath bedankte sich für die Unterstützung. 
 Gastwirt Frank Kunath bedankte sich für die Unterstützung.  © Egbert Kamprath

Was das Feuer verursachte, steht noch nicht fest. Um die Brandursache zu klären, waren Experten der Polizei vor Ort und haben nach Hinweisen gesucht. Bis die Ursache geklärt ist, wird es aber wohl noch etwas dauern. Denn die gesicherten Spuren müssen im Labor untersucht werden.

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