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Auf ein Wort mit dem Oberbürgermeister

Am Mittwoch stellt sich Dirk Hilbert den Fragen der Bürger. Thema Nummer eins sind die Pläne für die Innenstadt.

Rund 20 Dresdner nutzten am Mittwochabend im Bürgersaal des Altstädter Ortsamtes die Möglichkeit, mit dem Dresdner Stadtchef Dirk Hilbert (FDP) und dem Ortsamtsleiter André Barth ins Gespräch zu kommen. Die meisten von ihnen sind Anwohner der Inneren Altstadt und der Wilsdruffer Vorstadt, deshalb geht es in der Fragestunde vor allem um die Entwicklung des Stadtzentrums.

Gleich zu Beginn kritisiert eine Anwohnerin die Gestaltung und Bebauung an der Prager Straße, findet auch den Postplatz alles andere als gelungen, bezeichnet die modernen und auch nach historischem Vorbild wiederaufgebauten Gebäude als einfallslos. „Ich habe den Eindruck, dass hier Kinder einfach ihre Bausteine fallen lassen.“ Hilbert räumt ein, dass Dresden viel mehr Modernes wagen dürfen sollte, es darüber aber sehr viele unterschiedliche Meinungen gibt. „Architektur ist in Dresden Thema Nummer eins.“ Deshalb stehe sie ständig in der Diskussion. Als Beispiel führt der Oberbürgermeister die aktuelle Debatte um den Wiederaufbau des Narrenhäusels auf der Neustädter Seite an.

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Eine andere Anwohnerin bedauert, dass in den vergangenen Jahren im Stadtzentrum viele Grünflächen verschwunden seien. Ortsamtsleiter André Barth hält dagegen, dass am Freiberger Platz auf eine dichte Bebauung verzichtet wurde, stattdessen Freiflächen erhalten blieben. „Mit dem geplanten Promenadenring werden weitere Grünflächen und Plätze zum Erholen entstehen“, sagt er.

Konkrete Fragen gab es zum Fahrstuhl an der Brühlschen Terrasse. SPD-Stadtrat Dietrich Ewers forderte Hilbert auf, sich weitere Angebote von Baufirmen einzuholen, damit der barrierefreie Zugang möglichst schnell gebaut werden kann. Tom Umbreit vom Quartier Friedrichstadt wollte indes wissen, wie Hilbert die Idee für den Ostrasee bewertet. „Das ist eine charmante Vision, aber in den kommenden Jahren hat die Stadt wichtigere Aufgaben.“ (SZ/noa)