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Auf einen guten Fang nach Neustadt

Die SZ stellt im Rahmen der Kulinarischen Wochen regionale Spezialitäten vor. Heute: Filet von der Goldforelle im Restaurant „Schützenhaus“.

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© Dirk Zschiedrich

Von Katarina Gust

Neustadt. Vor wenigen Tagen schwamm sie noch munter im Bach bei der Fischzucht Ermisch in Langburkersdorf, jetzt liegt sie goldbraun und knusprig gebraten auf dem Teller im Restaurant „Schützenhaus“ in der Neustadthalle. Kürzer kann der Weg für eine Goldforelle kaum sein. Nur wenige Kilometer liegen zwischen dem Bach und der Küche. Im Rahmen der „Kulinarischen Wochen“ hat es der Fisch auf die gesonderte Karte geschafft – neben Hirschbraten, Kürbiscremesuppe oder auch Herbstsalat mit Ziegenfrischkäse.

„Alles wird bei uns frisch zubereitet“, sagt Udo Preusche, Geschäftsführer der Neustadthalle, zu der das Restaurant gehört. Den Hauptteil der Zutaten beziehen die Köche von lokalen Anbietern. Und zwar nicht nur während der kulinarischen Wochen. Das ganze Jahr über landen regionale Produkte auf den Tellern der Gäste.

Die Kartoffeln stammen zum Beispiel von der Agrarproduktion Polenztal, der Fisch eben aus Langburkersdorf. Udo Preusche ist froh, dass es rund um Neustadt so viele regionale Anbieter gibt, mit denen das „Schützenhaus“ zusammenarbeiten kann. Dazu gehören auch der Ziegenhof Seim in Lauterbach und die Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH. Wild bekommt das Restaurant von heimischen Förstern. Ein Teil des Gemüses wächst auf den Feldern bei Rothenburg.

Rezept Goldforelle

Zutaten für 4 Personen: Goldforellenfilet, Pflanzenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, 600 g Brokkoliröschen,

100 g Butterschmalz, 4 TL gehackte Mandeln, Kartoffeln, zerlassene Butter, 4 Zweige Thymian.

Zubereitung: Die Forellenfilets säubern, salzen, pfeffern und in heißem Butterschmalz von beiden Seiten ca. 3 min braten. Die gekochten Kartoffeln in Butter mit frischen Thymianblättchen schwenken. Die Mandeln in der Butter kurz anrösten. Brokkoli mit der Mandelbutter in der Pfanne schwenken. Gericht mit einer Orangen- oder Zitronenscheibe und einem Zweig Dill garnieren.

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Kulinarische Wochen

Vom 15. Oktober bis 13. November bieten 23 Hotels und Restaurants in der Sächsischen Schweiz eine besondere Speisekarte mit typisch sächsischen Gerichten aus den Produkten regionaler Erzeuger an.

Alle Informationen zu den teilnehmenden Restaurants, Adressen, Öffnungszeiten und weitere Tipps gibt es während des Aktionszeitraumes im Internet.

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Sie nehmen teil

Hotels und Restaurants: Gasthof Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal, Aktiv-Hotel Pirna, Hotel Lindenhof Bad Schandau, Parkhotel Bad Schandau, Elbhotel Bad Schandau, Gasthof Kurparkstübl Bad Schandau, Pura-Hotel Forsthaus im Kirnitzschtal, Gasthaus und Pension Zirkelstein Schöna, Gasthof Hillig Bad Gottleuba, Gaststätte und Pension Schrammsteinbaude Bad Schandau, Gasthof Hertigswalde Sebnitz, Panoramahotel Lilienstein in Königstein, Landhotel Zum Erbgericht Heeselicht, Landhotel Heidekrug Cotta, Landhaus Nicolai Lohmen, Landgasthaus Ziegelscheune Krippen, Biorestaurant Strandgut im Hotel Helvetia Schmilka, Berggaststätte Pfaffenstein in Pfaffendorf, Restaurant Schützenhaus in der Neustadthalle Neustadt, Landgasthof Neue Schänke Königstein, Hotel Elbiente Rathen, Panoramarestaurant Bastei Lohmen, Romantik Hotel Deutsches Haus Pirna, Hotel Sächsisches Haus Berggießhübel

Erzeuger: Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren, Ziegenhof Lauterbach, Likörfabrik Gustav Müller Dürrröhrsdorf, Champignonzucht Eichler Bad Gottleuba, Forellen- und Lachszucht Ermisch Langburkersdorf, Schloß Wackerbarth Radebeul, Rothenburger Marktfrisch, Forellenräucherei Leuschke Rathen, Carstens Fischerei Rosenthal-Bielatal.

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Mit frischen Produkten zu arbeiten, das macht der Mannschaft in der Küche am meisten Spaß. Die Rezeptideen werden gemeinsam entwickelt, die Inspirationen stammen nicht selten aus dem Internet. Das Team traut sich dabei auch an ungewöhnliche Kombinationen heran. Zum Beispiel an ein Parfait mit Kürbiskernkrokant und Kürbiskompott. Köchin Luisa Petschel experimentiert in der Dessertabteilung gern herum. „Wir wollen den Gästen immer wieder Abwechslung bieten“, sagt sie.

Das ganze Jahr über hat das „Schützenhaus“ eine Zusatzkarte parat. Im Frühling und Sommer stehen darauf leichtere Gerichte als im Herbst und Winter. Sogar über Ostern gibt es eine spezielle Karte. Geschäftsführer Udo Preusche will dieses Angebot perspektivisch noch weiter ausbauen. „Um die Gäste neugierig zu machen“, sagt er. Die kulinarischen Wochen tragen ihren Teil auch dazu bei. Was den Neustädtern im Moment besonders mundet, weiß Luisa Petschel. „Die Suppen laufen sehr gut“, verrät die Köchin. Der absolute Renner sei aber die Goldforelle, die noch edler im Geschmack ist als eine normale Bachforelle.