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Auf Sportanlagen darf es laut werden

Eine kürzlich in Kraft getretene Verordnung des Bundestags betrifft auch das Radebeuler Weinbergstadion.

© Arvid Müller

Von Nina Schirmer

Radebeul. In der letzten Sitzung des Radebeuler Stadtrats hat Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) auf eine neue Lärmschutzverordnung des Bundestags hingewiesen, die seit Anfang September für Sportanlagen gilt. Die Richtwerte für die abendlichen Ruhezeiten sowie zusätzlich für die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr wurden von 50 auf 55 Dezibel erhöht. Damit gelten für diese Zeiten die gleichen Richtwerte wie tagsüber außerhalb der Ruhezeiten. Die morgendlichen Ruhezeiten sind von der Verordnung nicht betroffen.

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) begründete die Novelle mit der großen Bedeutung des Sports für das Leben in Städten und Gemeinden. Durch das dichte Beieinanderleben sei es vermehrt zu Lärmschutzkonflikten zwischen Nachbarn und Sportvereinen gekommen.

„Das scheint also nicht nur ein Problem in Radebeul zu sein“, sagte Wendsche in Hinblick auf die neue Verordnung. In Radebeul liegen Anwohner vom Weinbergstadion an der Gleisschleife in West mit dem Radebeuler BC im Clinch. Die Anwohner werfen den Fußballern vor, dass sie die Lärmrichtwerte überschreiten. Der Streit geht seit 13 Jahren.