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Aufbaubank fordert kein Geld zurück

Nach der Pleite des DFC Meißen hatte es Gerüchte gegeben, die Bedingungen für den Sportplatz seien nicht eingehalten worden.

© Claudia Hübschmann

Von Marcus Herrmann

Meißen. Momentan sucht die Stadt Meißen einen neuen Pächter für den Kunstrasenplatz in Siebeneichen an der B 6. Bis Herbst 2017 hatte diesen der Dynamo Fußballclub Meißen genutzt, ging aber dann Pleite. Auch eine Fusion mit dem Meißner SV 08 scheiterte. Seit November liegt der 2014 mit Fördergeldern der Sächsischen Aufbaubank (SAB) erneuerte Kunstrasen mehr oder weniger ungenutzt da. Die Verwaltung hatte vor wenigen Wochen erklärt, intensiv nach einem Nachnutzer zu suchen, selbst nicht als Betreiber agieren zu wollen. Der DFC war nach dem Hochwasser 2013 Empfänger für Mittel nach der Richtlinie „Hochwasserschäden 2013“, speziell im Bereich „Aufbauhilfen für Private, Vereine und Kirchen“, bestätigt Beate Bartsch aus der Pressestelle der SAB. Eine Voraussetzung, den Platz jahrelang für den gemeinnützigen Sport zu nutzen, habe damals aber nicht bestanden. „Allerdings konnte die Zuwendung nur gewährt werden, wenn der Antragsteller Eigentümer des geschädigten Objektes oder durch eine Rechtsvorschrift oder einen Vertrag zur Beseitigung des Schadens verpflichtet war“, so Bartsch.

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Das sei in diesem Fall durch den Pachtvertrag zwischen Stadt und DFC geregelt gewesen. Der Verein war demnach verpflichtet, Instandhaltung, Reparaturen oder Baumaßnahmen auf eigene Rechnung durchzuführen. Eine weitere Prüfung zwecks Nutzungsvereinbarung sei für die SAB daher auch nach der Insolvenz des Sportclubs nicht erforderlich gewesen. Eine Zweckbindungsfrist für fünf Jahre habe im Fall des DFC nicht bestanden. „Die Zuwendung erfolgte als Zuschuss in Höhe von in der Regel 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.“

Wie hoch dieser tatsächlich ausgezahlte Betrag gewesen ist, unterliege dem Verwaltungsgeheimnis, sagte Bartsch.