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Meißen

Aufforsten für den Hochwasserschutz

Weitere vier Hektar Bäume und Sträucher sollen die Stadt Meißen künftig vor Schlammfluten schützen.

Idylle aus dem Jahr 2014: In Korbitz oberhalb gibt es viele Agrarflächen.  Die offene Landschaft ist allerdings ein Problem für den Flutschutz.
Idylle aus dem Jahr 2014: In Korbitz oberhalb gibt es viele Agrarflächen. Die offene Landschaft ist allerdings ein Problem für den Flutschutz. © Archifoto: Claudia Hübschmann

Kornitz. Auf ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen oberhalb des Meißner Stadtwaldes wurde am 11. April die geplante Erstaufforstung einer weiteren, 4,3 Hektar großen Fläche, abgenommen. Beauftragt war die Forstbaumschule „Fürst Pückler“ Zeischa GmbH aus dem benachbarten südbrandenburgischen Elbe-Elster-Kreis mit der Errichtung eines 1.600 Meter langen Wildschutzzaunes sowie der Pflanzung von 460 Sträuchern und 22.370 Bäumen.

Die Anbringung von vier Greifvogelsitzhilfen sowie die Reparatur des durch Wildwechsel beschädigten Wildschutzzauns im Gatter der Anlage von 2017 erfolgen zeitnah. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Darüber hinaus ist zwischen den beiden aufgeforsteten Flächen ein fünf Meter breiter Korridor zur Bewirtschaftung frei gehalten worden, der auch neue Wanderwege vom Triebischtal durch den Stadtwald bis hin nach Korbitz ermöglicht.

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Beim Starkregen im Mai 2014 war die offene Landschaft eine der entscheidenden Ursachen für die erheblichen Schäden in Korbitz, am Bachlauf in der Ochsendrehe bis hinab ins Triebischtal. Um derartige Effekte in Zukunft zu vermeiden, wurde bereits 2015 an der Korbitzer Straße ein neues Oberflächenprofil mit Böschungsregulierung, Verwallung und Böschungsmulde hergestellt. Vor dem Damm in Richtung der Felder ist eine Wiesenmulde angelegt worden, an deren tiefsten Punkten eine Drainage liegt. Kommen Wasser und Schlamm angeschossen, werden sie erst einmal vom Gras abgebremst, Wasser versickert in der Drainage. Was dann noch weiter hinabfließt, wird vom eigentlichen Damm abgefangen. Der Wall, der zehn Meter breit, aber nur siebzig Zentimeter hoch ist, soll verhindern, dass sich künftig Schlammlawinen wie im Mai 2014 ins Tal ergießen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Humusschicht als Wasserspeicher

2016 wurde der neu geschaffene Wall entlang der Korbitzer Straße bepflanzt. Der so entstandene Gehölzstreifen trägt dazu bei, den Oberboden zu befestigen. Die sich entwickelnde Humusschicht dient zudem als Wasserspeicher. Darüber hinaus verbessert der Gehölzstreifen das Mikroklima, bietet Windschutz, verhindert Schneeverwehungen und dient als Lebensraum für zahlreiche wildlebende Tierarten.

Im Jahr 2017 erfolgte zudem die Aufforstung von 3,6 Hektar Wald, der sich trotz des sehr trockenen Sommers im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat, teilte die Stadtverwaltung mit. (SZ)