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Aufforsten kostet oft mehr, als der Holzverkauf einbringt

Innerhalb von drei Jahren muss aufgeforstet werden.

Von Manfred Müller

Strauch. Private Waldbesitzer, deren Flurstücke von Sturmtief Friederike geschädigt wurden, können die umgestürzten Bäume von Forstfirmen gewinnbringend vermarkten lassen. Im Gebiet des Forstreviers Strauch will die Donner GmbH aus dem südbrandenburgischen Bronkow grundstücksübergreifende Dienstleistungsangebote machen. Damit das System funktioniert, sollten sich die Betroffenen untereinander verständigen, vor allem über Grenzmarkierungen und Grenzabsprachen zwischen den Flurstücken.

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Da die schwere Forsttechnik Platz braucht, müssen zudem Arbeitsgassen über mehrere Grundstücke hinweg festgelegt werden, wodurch letztlich auch nicht geschädigte Bäume unter die Säge geraten. Bei der Klärung all dieser Fragen, will Revierförster Gunther Schwarz den privaten Waldbesitzern beratend zur Seite stehen. Zu beachten ist auch, dass bei einer solchen konzertierten Aktion die Waldwege in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu braucht es ebenfalls Einigkeit unter den verschiedenen Eigentümern. Sie könnten festlegen, einen bestimmten Anteil des Holzerlöses für die Wiederherrichtung einzusetzen.

In Hektik müsse niemand verfallen, so Schwarz. Solange die Wurzeln umgestürzter Bäume noch Kontakt zum Boden haben, gebe es in den nächsten Wochen und Monaten keine Qualitätseinbußen. Doch die Freude über die Einnahmen sollte sich in Grenzen halten, denn die Flächen müssen laut Waldgesetz innerhalb der nächsten drei Jahre aufgeforstet werden. „Bei Kiefern lässt sich das mit den Holzerlösen in etwa finanzieren“, erklärt Gunther Schwarz. „Die Aufforstung mit Laubbäumen wird teurer, weil ein Schutzzaun gegen den Wild-Verbiss gezogen werden muss.“ Wer nicht den nötigen finanziellen Hintergrund hat, sollte die Erlöse aus dem Holzverkauf nutzen, um Rücklagen für die Wiederaufforstung zu bilden.

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