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Aufgeben gilt nicht

Dresdens Skateboarder wollen die Trainingsmöglichkeiten in der Landeshauptstadt verbessern. Olympia könnte dabei helfen.

© Robert Michael

Von Cornelius de Haas

Vom Lifestylesport zur olympischen Disziplin: Was Mountainbike- und Snowboardfahrer bereits geschafft haben, steht 2020 in Tokio auch für die Skateboarder an. Wie attraktiv die Sache ist, darüber wurde in der Szene heftig diskutiert. Einen Superstar aber reizt die Sache sehr. Shaun White, dreifacher Snowboard-Olympiasieger in der Halfpipe, will in zwei Jahren seine erste Sommermedaille holen.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Auch in Dresden gehört das Skateboard längst zum Straßenbild, wenn auch mehr unter dem Aspekt der Jugendkultur. Dennoch hat der Sport in den vergangenen Jahren immer größeren Zulauf gefunden. Das merkt auch der Verein 248 Wheels. Zweimal pro Woche bietet der im Skatepark an der Lingnerallee Kurse an. „Machen kann das eigentlich jeder“, sagt Vereinssprecher Tim Klöpfel. „Aber wie bei jeder Extremsportart spielt der Kopf eine große Rolle, da könnte es mit zunehmendem Alter Probleme geben. Stichwort Risikobereitschaft.“ Zumal der Park aus Sicht der Skatboard-Enthusiasten nach zwölf Jahren eine Erneuerung dringend nötig hätte.

Dennoch waren die Kurse zuletzt immer ausgebucht. „Die jüngsten Teilnehmer waren vier Jahre alt“, sagt Klöpfel. „Und es kommen immer mehr Mädels.“ Auch der Mitte Mai ausgefahrene Maijestic Street Cup mit 1 000 Euro Preisgeld hatte für reges Interesse gesorgt. Nicht nur auf Fahrer-, sondern auch auf Besucherseite, auf der viel Laufpublikum das ungewohnte Treiben beobachtete. „Wenn man sieht, wie viele Leute da waren, dann erkennt man das Potenzial.“

Bis 2017 betrieb der Verein auf der Lohrmannstraße auch eine Skatehalle, in die man bei schlechtem Wetter und im Winter ausweichen konnte. Aufgrund einer Mieterhöhung ließ sich das Quartier aber nicht halten. „Das führt nicht nur zu Einnahmeverlusten, sondern erschwert es auch, die Motivation der Kinder für das Brett hochzuhalten“, so Klöpfel. Doch Aufgeben gilt nicht. Der Verein ist mit der Stadt in Kontakt und optimistisch, für den nächsten Winter wieder überdachte Trainingsmöglichkeiten zu haben.

„Es spricht für den Sport, dass es trotz der schlechten Infrastruktur so eine große Nachfrage gibt“, sagt Klöpfel. Dass die nicht nachlässt, liegt für ihn vor allem an der einfachen Verfügbarkeit von Videos im Internet, in denen Tricks gezeigt werden. „Die mediale Präsentation erleichtert es, Input und Inspiration zu bekommen“, erklärt Knöpfel. Olympia spiele da eher eine untergeordnete Rolle.

Dennoch könnten die Spiele auch Auswirkungen auf die Vereinsarbeit haben. „Es geht uns erst einmal um den Breitensport, aber mit einer besseren Infrastruktur könnte auch der Spitzensport interessant werden“, sagt Klöpfel. Eine neue Halle wäre hilfreich. Die alte war ursprünglich mit ihren hohen Rampen für BMX-Fahrer angelegt worden, hatte dann aber auch immer mehr Skateboarder in ihren Bann gezogen. „Inzwischen geht es aber mehr um Urbanität, also darum, Elemente aus der Straße einzubauen.“ In Tokio steht genau das auf dem Programm.

www.248wheels.de