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Aufregung um Tempo-30-Zone

Auf der Radeburger Straße in Ottendorf-Okrilla wird es eine dauerhafte Beschränkung geben, teilte die Familien-Partei mit. Das Dementi folgte prompt.

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© Uwe Soeder

Ottendorf-Okrilla. Bei Nelly Gallert aus Ottendorf und dem Europaabgeordneten der Familien-Partei Arne Gericke war die Freude groß. Auf der Radeburger Straße in Ottendorf-Okrilla wird eine Tempo-30-Zone eingerichtet, teilte der Politiker mit. Nach seinen Angaben soll das Landratsamt zugestimmt haben, die Geschwindigkeitsbegrenzung dauerhaft auszuschildern. Doch das Landratsamt Bautzen als Verkehrsbehörde dementierte diese Pläne umgehend. „Eine dauerhafte Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Radeburger zwischen der Einmündung Fried-Walter-Straße und in Gegenrichtung ab Haus Nummer 29 wird es nicht geben“, sagte Gernot Schweitzer. Das sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Eine Zusage über eine dauerhafte Tempo-30-Zone habe das Landratsamt nie gemacht.

Der Mitarbeiter vermutet, dass ein Missverständnis vorliegt. „Wir hatten mitgeteilt, das Tempolimit über die ursprünglich beantragte Zeit zwischen 7 und 16 Uhr hinaus aufrechtzuerhalten. Von einer Aufrechterhaltung über die Bauzeit auf der B 97 und die damit verbundene Umleitungsstrecke war jedoch nie die Rede.“ Ottendorfer Eltern kämpfen seit Beginn des Jahres für eine Temporeduzierung. Damals waren Pläne des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bekannt geworden, dass der Verkehr wegen der Bauarbeiten auf der B 97 über die Radeburger Straße geführt wird, direkt an der Grundschule vorbei. Eine Geschwindigkeitsreduzierung war dabei nicht vorgesehen.

Vorschläge alle abgelehnt

Nelly Gallert und andere Mütter und Väter fürchteten um die Sicherheit ihrer Kinder. Sie wandten sich in einem ersten Schritt an die Untere Verkehrsbehörde. Doch ihre Vorschläge für eine Tempo-30-Zone, für Schülerlotsen oder eine Ampel wurden abgelehnt mit der Begründung, es sei ein Zebrastreifen vor Ort. Anschließend wandte sich Nelly Gallert über eine Freundin an die Familien-Partei. Der Abgeordnete Arne Gericke war in Ottendorf und sah sich die Begebenheiten an. Auch er plädierte anschließend für eine Temporeduzierung. Einen ersten Erfolg hatte die Ottendorferin dann im Frühjahr erzielt. Isabel Siebert, Sprecherin des Lasuv, teilte damals mit, dass sich ihre Behörde mit der Verkehrsbehörde des Landkreises Bautzen und der Gemeinde Ottendorf-Okrilla geeinigt hat: Während der Baumaßnahme auf der B 97 wird im Bereich der Schule Tempo 30 angeordnet. Dabei wird es auch bleiben. Endet die Bauzeit, wird die 30er-Zone wieder aufgehoben. (SZ/td)