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Aufruf zu Sitzblockade gegen Legida

Vor dem Legida-Aufmarsch an diesem Mittwoch in Leipzig ruft ein Aktionsnetzwerk zu friedlichen Blockaden auf. Das Ziel der Gegendemonstranten lautet: „Legida läuft nicht.“

Leipzig. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ will sich am Mittwoch dem Legida-Aufmarsch in der Messestadt in den Weg stellen. Sein Ziel formuliert das Bündnis eindeutig: „Legida läuft nicht.“ „Wir rufen zu Aktionen des zivilen Ungehorsams - manche sagen auch Sitzblockaden - auf und wollen erreichen, dass Legida seinen „Spaziergang“ nicht durchführen kann“, sagte Netzwerk-Sprecherin Juliane Nagel am Montag in Leipzig. Drei Kundgebungen gegen Legida hat das Bündnis dazu angemeldet, dazu kommen weitere Gegenproteste anderer Veranstalter.

Der Ableger des Dresdner Pegida-Vereins hat seinen Aufmarsch von Montag auf Mittwoch verlegt. Diesmal wollen die Islamkritiker über den Leipziger Ring marschieren - dem historischen Ort der Montagsdemonstrationen 1989. Die Demo-Route sei am Montag bestätigt worden, teilte Legida über Twitter mit. Dagegen hieß es vom Leipziger Ordnungsamt, dass noch weitere „Kooperationsgespräche“ liefen. Vorigen Montag waren laut Polizei beim ersten Legida-Aufzug 4 800 Teilnehmer gezählt worden. Rund 30 000 Bürger protestierten nach Angaben der Stadt dagegen.

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„Der Leipziger Ring ist ein Symbol, das wir Legida nicht geben wollen“, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar. „Wir haben die Hoffnung, dass wir viele Menschen auf die Straße bringen, die friedlich dazu beitragen, dass Legida nicht laufen kann.“

Nach dem Demonstrationsverbot für Pegida in Dresden stellen sich die Veranstalter der Gegenproteste darauf ein, dass Demonstranten zu Legida nach Leipzig ausweichen werden. „Wir müssen befürchten, dass zu Legida mehr Leute kommen als letzten Montag“, sagte Lazar. Pegida-Organisator Lutz Bachmann rief seine Anhänger am Montag dazu auf, an anderen Orten - auch Leipzig - an Kundgebungen teilzunehmen. (dpa)

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