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Aufruf zu Sturm auf Asylheim

In einem Flugblatt waren Aktionen gegen die Unterkunft in Hoyerswerda angekündigt worden. Die Polizei reagierte mit Kontrollen und Platzverweisen.

© Symbolbild: dpa

Hoyerswerda. Ein Flugblatt hat in der vergangenen Woche in Hoyerswerda zu mehreren Polizeieinsätzen geführt. Darin hatten unbekannte Verfasser für Freitag zu einem Sturm des Asylheims in der Liselotte-Herrmann-Straße aufgerufen. Jedoch konnte bisher die Echtheit des Schriftstücks nicht ermittelt werden.

„Die Polizei hat die Hinweise von Beginn an sehr ernst genommen“, sagt Polizeisprecher Thomas Knaup. Bereits seit Mitte der Woche und über das zurückliegende Wochenende waren Beamte des Hoyerswerdaer Reviers, der Bereitschaftspolizei und der Wachpolizei sowie Ermittler des Dezernates Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz und des Landeskriminalamtes im Stadtgebiet von Hoyerswerda verstärkt im Einsatz. „Aufklärende Einsatzmaßnahmen sowie sogenannte Gefährderansprachen mit Personen der örtlichen rechten Szene brachten bislang keine neuen Erkenntnisse zur Herkunft und Ernsthaftigkeit des im Fokus stehenden Schreibens“, sagt Thomas Knaup weiter.

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Freitagabend wurden im Bereich des Heims neun Personen kontrolliert und ihre Personalien aufgenommen. In wieweit diese der örtlichen rechten Szene zuzurechnen sind und mit dem Geschehen in Verbindung stehen, werden die weiteren Ermittlungen zu klären haben. Gegen vier der jungen Männer sprachen die Beamten einen Platzverweis aus.

Polizeibericht vom 9. April

Vier Brände, ein Verletzter

Radeberg/Kamenz. Zu mehreren Bränden sind am Sonntag Feuerwehr und Polizei alarmiert worden. Am Radeberger Flügelweg hatte in den Mittagsstunden ein Mieter sein Essen auf dem Herd vergessen. Der schwarze Rauch löste die Brandmeldeanlage aus, der Mann blieb letztendlich unverletzt. Kurz später waren mehrere Wehren in einer Fabrikhalle in Radeberg an der Carl-Eschebach-Straße einen Einsatz. Hier hatte sich ein Formteil in einer Maschine verklemmt, das anschließend verschmorte. Auch hier war die Gefahr schnell gebannt. Am Abend meldete ein aufmerksamer Spaziergänger im Kamenzer Forst, in der Nähe des Mattenwerkes, einen Waldbrand. Der Boden brannte in der Größe von etwa 24 Quadratmetern. Schnell waren die Flammen gelöscht.

Wiederum in Radeberg, diesmal auf der Rödertalstraße, bemerkte eine Anwohnerin etwa eineinhalb Stunden später eine offene Tür und einen älteren Mann. Aus dessen Haus stieg starker Rauch auf. Die Einsatzkräfte stellten im Gebäude zwei Eimer mit heißer Asche und angebranntes Holz fest. Eine Ausbreitung der Flammen auf das gesamte Wohnhaus konnte glücklicherweise verhindert werden. Der Bewohner erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus zur ärztlichen Behandlung gebracht. Zur genauen Klärung der Brandursache ein Brandursachenermittler der Polizei eingesetzt. Die Kriminalpolizei ermittelt zu dieser schweren Brandstiftung.

Glühende Grillkohle im Keller

Schirgiswalde. Rauch aus dem Keller war Anlass eines Feuerwehreinsatzes am Sonntagabend in der Rathausstraße. Beim Grillen war unbemerkt Glut in den Sack Kohle gefallen. Nachdem dieser in den Keller gestellt wurde, entzündete er sich. Die Kameraden der umliegenden Wehren löschten die Flammen. Es entstand 500 Euro Schaden. Mit den Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung befasst sich die Kriminalpolizei.

Randalierer unterwegs

Schirgiswalde. Mehrere Stromkästen sind über das Wochenende auf einer Baustelle im Gewerbegebiet am Schirgiswalder Bahnhof zerstört worden. Augenscheinlich waren hier Randalierer am Werk, die auch Eimer und Ziegelsteine von einem Gerüst warfen. Schließlich fielen ihnen auch ein Schild und ein Kleidercontainer zum Opfer. Der Schaden wird auf 3.500 Euro geschätzt, die Kripo ermittelt.

Flüchtenden Autodieb geschnappt

Hoyerswerda. Am Sonntag kurz vor Mitternacht haben Polizisten in Hoyerswerda einen Fahrer mit einem gestohlenen Pkw gefasst. Als eine Streife den Ford an der Claus-von-Stauffenberg-Straße überprüfen wollte, drückte der 38-jährige Fahrer ordentlich aufs Gaspedal und versuchte mit hoher Geschwindigkeit über die B 96 in Richtung Maukendorf zu flüchten. Nachdem er über einen Radweg auf ein angrenzendes Feld fuhr, ließ er das Fahrzeug stehen und lief zu Fuß davon. Die Beamten eilten ihm nach und blieben dran. In einem Waldgebiet an der Maukendorfer Chaussee konnten Beamten den Flüchtenden vorläufig festnehmen.

Warum der Mann eine Kontrolle unbedingt verhindern wollte, hatte gleich mehrere Gründe. So war der Focus in der Nacht zum 7. Dezember 2017 in Kamenz als gestohlen gemeldet worden. Seine angebrachten Kennzeichen gehörten zu einem stillgelegten Auto. Außerdem besaß der Tatverdächtige, ein Russe mit tschetschenischen Wurzeln, keine Fahrerlaubnis, und ein Test wies aus, dass er unter Betäubungsmitteleinfluss stand. Im Fahrzeug befanden sich zudem mehrere Kanister und Schläuche, die offenbar zum Abzapfen von Kraftstoff dienten. Ferner fanden die Beamten Crystal. Überdies führte der Beschuldigte einen Schlagring bei sich.

Der Wagen samt Inhalt, Kennzeichen, Rauschgift und dem verbotenen Gegenstand wurde sichergestellt. Kriminaltechniker sicherten Spuren am Fahrzeug und am Tatverdächtigen. Mit deren Auswertung und den weiteren Ermittlungen befasst sich die Kriminalpolizei.

Drei Fahrer unter Drogen auf der Autobahn

Bautzen. Mehrere Fahrer, die Drogen genommen hatten, wurden am Wochenende von der Autobahnpolizei erwischt. Sonnabendmorgen kontrollierten sie bei Ohorn den 23-jährigen Fahrer eines E-Klasse-Mercedes. Verengte Pupillen begründeten den Verdacht, der mit einem Test bestätigt wurde. Am Sonntag erwischte es dann einen 35-jährigen auf dem Rastplatz Löbauer Wasser und einen 33-jährigen Poli-Fahrer an der Abfahrt Bautzen-Ost. Auch diese beiden müssen sich nun auf Bußgelder in Höhe von mindestens 500 Euro, einem Monat Fahrverbot sowie zwei Punkten in Flensburg einstellen.

Audi aufgebrochen

Bautzen. Eine Reisetasche sowie Werkzeug im Wert von 220 Euro sind in der Nacht zu Sonntag in Bautzen aus einem Audi A4 gestohlen worden. Die Täter haben dazu eine Scheibe des an der Schäfferstraße geparkten Wagens eingeschlagen und dabei weiteren Schaden in Höhe von 150 Euro verursacht.

Unfallflucht aufgeklärt

Radeberg. An einem Poller am Radeberger Landwehrweg endete in der Nacht die Fahrt eines Peugeot. Dessen Insassen waren auf der Flucht vor der Polizei, und sie machten sich nach dem Unfall zu Fuß aus dem Staub. Am Morgen erhielt die Polizei dann den Hinweis, dass drei Personen mit dunkler Bekleidung um den Pkw herumschlichen. Bei der Kontrolle der Männer im Alter von 34, 34 und 19 Jahren entdeckten die Beamten ein verbotenes Springmesser, eine geladenen Schreckschusswaffe und Betäubungsmittel. Außerdem ermittelten die Polizisten, wer den Peugeot in der Nacht führte. Die Drei werden sich wegen Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Flüchtender Motorradfahrer

Kamenz. Mit überhöhter Geschwindigkeit versuchte Sonntagabend ein Motorradfahrer, vor in Kamenz einer Polizeikontrolle zu flüchten. Er raste über die Macherstraße, die Saarstraße, die Geschwister-Scholl-Straße sowie die Fichtestraße und missachtete alle Haltesignale der Polizei. In der Fichtestraße fuhr er verbotenerweise über den Gehweg. Die Polizei sucht Zeugen, die durch das verkehrswidrige Verhalten des Motorradfahrers behindert oder gar gefährdet wurden. Hinweise nimmt das Polizeirevier Kamenz unter Telefon 03578 3520 entgegen.

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Der Polizei ist bisher ebenso nicht bekannt, ob es zu Angriffen gegen das Gebäude oder Personen gekommen ist. Die Ermittlungen des Dezernates Staatsschutz der Kriminalpolizei gehen weiter. Gegenstand ist die öffentliche Aufforderung zu Straftaten in Tateinheit mit Volksverhetzung sowie Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. Darin ist auch die Staatsanwaltschaft Görlitz eingebunden.