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Aufruhr um Dynamo-Jubiläum

Fangruppierungen kritisieren die Benennung des Koordinators Markus Hendel. Der Verein selbst positioniert sich bisher nicht.

Zweitligist Dynamo Dresden kommt nicht zur Ruhe. So haben sich am Sonntag verschiedene Fangruppierungen in einem offenen Brief an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat gewandt. Darin kritisieren sie, dass der ehemalige Dynamo-Geschäftsführer Markus Hendel vom Verein zum Koordinator für die Organisation des im April anstehenden 60-jährigen Vereinsjubiläums eingesetzt worden ist.

„Wir können in keinster Weise nachvollziehen, dass man einem ehemaligen Verantwortungsträger mit einer derart eindeutigen und vernichtenden Leistungsbilanz ein solch wichtiges und öffentlichkeitswirksames Amt, zumal nicht ehrenamtlich, anvertrauen kann“, heißt es in dem Brief, den unter anderem die Fangemeinschaft Dynamo und die Ultras Dynamo unterzeichnet haben.

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Der jetzt 32-jährige Hendel war von 2003 bis 2009 Geschäftsführer Marketing bei Dynamo Dresden. In dieser Zeit nahm der Verein ein 1,25 Millionen Euro großes Darlehen bei der Stadt auf, um sich so vor der Insolvenz zu bewahren. Markus Hendel, der sich mit einer eigenen Marketingagentur selbstständig gemacht hat, sah sich schon in der Vergangenheit Anschuldigungen von Dynamofans ausgesetzt. Den offenen Brief der Fangruppierungen habe er zur Kenntnis genommen, Konsequenzen darauf lasse er sich offen. „Ich habe meine Meinung dazu den Vereinsgremien kundgetan und warte auf deren Reaktion. Die Art und Weise, wie man mit Personen in diesem Verein umgeht, finde ich aber sehr gewöhnungsbedürftig“, sagt Hendel. Dieser offene Brief mache ihn vor allem traurig, weil nicht eine Einzelperson, sondern der Verein darunter leide. Dynamo Dresden selbst wollte sich laut Pressesprecher Henry Buschmann gestern nicht zu dem offenen Brief äußern. (SZ/jr)