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Aufträge für Vereinshaus vergeben

Die Arbeiten für den Bürgertreff an der Alten Hauptstraße in Leppersdorf gehen voran. Jetzt entsteht der Anbau mit dem Saal.

© Archivfoto: Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

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Leppersdorf. Einige Mauern sind schon abgerissen, jetzt wird mit der Errichtung des seit Jahren wichtigsten Bauprojektes in Leppersdorf begonnen: der Umgestaltung des Dreiseitenhofes an der Alten Hauptstraße zum Dorfgemeinschaftshaus. Für das Vorhaben hat der Wachauer Gemeinderat jetzt zwei weitere Aufträge mit einem Volumen von rund 150 000 Euro vergeben. Für gut 26 000 Euro übernimmt eine Handwerkerfirma aus Großkoschen den Einbau von Fenstern und für 125 000 Euro wird von einer Kamenzer Firma die Installation von Heizung, Lüftungsanlagen und Sanitäreinrichtungen erledigt.

Ansicht des Dorfgemeinschaftshauses von Nordwesten: Links ist die Scheune zu sehen, in der unter anderem die Bibliothek untergebracht werden soll. In der Mitte der Skizze ist der Saal mit drei großen Doppelfenstern gezeigt. © Zeichnung: PB Schubert

Zunächst wird jetzt der Flügel errichtet, in dem der Saal untergebracht ist. Er hat eine Größe von 92 Quadratmetern und bietet rund 100 Besuchern Platz. Er befindet sich von der Straße aus gesehen hinter dem Fachwerkhaus. Auf der außen gelegenen Seite des Saales sind große Fenster vorgesehen, die zu einer Terrasse zeigen. Der Saal ist durch einen kurzen Gang mit dem großen Scheunengebäude verbunden. Es bildet die Rückfront des Dreiseithofes. Die Scheune wird ausgebaut. Dort ziehen die Leppersdorfer Ortsbibliothek ein, eine Küche und Garderoben werden untergebracht sowie Toiletten eingebaut.

Der rechte Teil bleibt weiterhin dem Bauhof vorbehalten. Geheizt werden der Saal und die Nebenräume mit einer Wärmepumpe und einer Gas-Therme. Alle Gebäude des Dreiseithofs stehen unter Denkmalschutz. Bei der Scheune mussten die Planer vom Radeberger Büro Schubert darauf achten, dass die Hülle im Wesentlichen unverändert bleibt. So werden unter anderem die Holzverschalung und die großen Holztore erhalten. Der Innenhof wird gepflastert. Er ist groß genug, dass hier künftig beispielsweise Weihnachtsmärkte stattfinden können.

Laufen die Bauarbeiten glatt, könnte der Saal eventuell schon im Herbst 2018 genutzt werden. Hinter dem Haus werden 15 Parkplätze eingerichtet. Nach Angaben von Veit Künzelmann ist noch nicht ganz klar, wie teuer das Haus wird. Frühere Berechnungen gingen von Kosten von rund 1,4 Millionen Euro aus. Inzwischen sind jedoch die Baupreise gestiegen. Die Summe könnte deshalb nach oben gehen. Bereits mehr als zehn Jahre wird über die Errichtung eines Bürgerhauses in Leppersdorf diskutiert. Acht Entwürfe gibt es mittlerweile. Hinzu kommen zahlreiche Untervarianten. Zuletzt hatte sich der Gemeinderat im Sommer für die Variante fünf entschieden. Sie wird jetzt auch umgesetzt.