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Aufzug für Klippenstein noch 2016?

Die Stadt Radeberg will in Kürze einen Fördermittelantrag einreichen, um das ehrgeizige Projekt realisieren zu können.

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Die Altvorderen machten es sich leicht. Sie ritten einfach die Treppe hinauf zum Eingang von Schloss Klippenstein. Fürstentreppe heißt sie noch heute. Per Pferd kommt allerdings heutzutage kein Besucher mehr in den Schlosshof – und schon gar nicht den steilen Aufstieg hinauf zum Museumseingang. Und so müssen die Besucher heute schon gut zu Fuß sein, um den Aufstieg zu schaffen.

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Aber seit Jahren gibt es die Idee, einen Aufzug an die historische Schloss-Fassade zu bauen. Das würde zum einen auch Rollstuhlfahrern einen einfacheren – und vor allem auch unangemeldeten – Besuch ermöglichen. Aber auch ältere Gäste dürften sich über einen solchen Aufzug freuen. Denn nicht wenige Ideen einer geplanten Trauung im wunderschönen Schloss-Ambiente waren in den vergangenen Jahren immer wieder mal geplatzt, weil zahlreichen Familienmitgliedern einfach der Aufstieg hinauf ins Schloss zu beschwerlich gewesen wäre.

Spenden für die Planung

Jetzt ist allerdings richtig Bewegung in die Aufzugs-Idee gekommen. Nachdem etliche Jahre ein solcher Bau vor allem an einem Nein des Denkmalschutzes gescheitert war – letztlich aber eine Einigung erzielt werden konnte – hatte jüngst der Schlossverein eine enorme Spendensumme für die Planungen bereitgestellt. Immerhin 8 576 Euro haben die ehrenamtlichen Unterstützer des Schlosses gesammelt, die einen Großteil der rund 18 000 Euro Planungskosten decken. Und die Planungen sind nun auch gelaufen, „sodass wir jetzt einen Fördermittelantrag stellen werden“, sagt Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Und hofft, „dass dieser Antrag vielleicht sogar noch in diesem Jahr positiv beschieden werden könnte“. Dann, sagt der Stadtsprecher allerdings mit sehr viel Zurückhaltung, „dann könnte unter Umständen vielleicht sogar noch in diesem Jahr mit dem Bau des Aufzugs begonnen werden“. Der soll dabei quasi an der „Rückseite“ des Schlosses – also an der Außen-Fassade am Park an der Hofegrund-Seite – angebaut werden.