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Augen auf für die schönste Maske

Zum zweiten Mal wird im Barockschloss Rammenau Maskenball gefeiert. Mit Stilkunde im Benehmen und Flirten.

© Matthias Schumann

Von Constanze Knappe

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Eine Schulstunde in Knigge-Benimm-Regeln muss niemand fürchten, wenn Mike Sprenger am 31. Januar beim Maskenball im Barockschloss Rammenau eine kurze Einführung in Tischsitten gibt. Die scheint dem Zeremonienmeister des Vereins „Les danseurs de Sans, Souci“ aus Potsdam angemessen, ist doch der Umgang mit Besteck nicht so ganz ungefährlich. Der Gebrauch der Gabel, die im Barock zwei Zinken hatte, war seinerzeit noch nicht für jedermann selbstverständlich. So kam es, dass man bei Tische mit der Gabel andere attackierte oder sogar aufeinander einstach. Heute muss niemand mehr einen solchen Angriff seines Tischnachbarn befürchten. Amüsant ist der Gedanke daran aber schon.

Zum zweiten Mal wird im Barockschloss Maskenball gefeiert. Im „Jahr des Tanzes“ 2014 war er aus der Taufe gehoben worden. Ein historisches Vorbild dafür gibt es in Rammenau nicht. Immerhin war man mit der Kutsche von Dresden aus acht Stunden dahin unterwegs. Ein Ball wäre immer zu einem mehrtägigen Unterfangen ausgeartet. Zudem galt das Schloss als Sommerresidenz – zur Erholung in der nicht gerade klassischen Ballzeit. Die Idee des Balls kam im Vorjahr so gut an, dass sich einige Paare aufwendige Barockkostüme, zum Beispiel beim Theater in Bautzen, ausliehen. Das ist toll für die Atmosphäre, aber nicht Bedingung. Abendgarderobe reicht aus.

Maske ist Pflicht

Einzige Pflicht für die Gäste: Eine Maske muss man dabei oder besser auf der Nase haben. Schließlich gibt dieses Utensil dem Ball seinen Namen. Die schönste Maske des Abends wird gekürt, man kann in einer Fotobox lustige Erinnerungsfotos machen lassen. Sollte jemand die Maske vergessen haben, ist eine solche preiswert im Schloss vorrätig.

Damen, die ihren Auftritt mit einem Fächer komplettieren möchten, sollten zur Vorbeugung von Missverständnissen in der Sprache dieses Accessoires ein wenig bewandert sein. Denn einst ließen Damen, die ihr Gesicht geschickt hinter einer Maske verbargen, mit der Zahl der Rippen an ihrem Fächer den sie umwerbenden Herrn die Uhrzeit fürs nächste Stelldichein wissen. Tipps im Gebrauch des Fächers hat der Zeremonienmeister ebenfalls parat.

Venezianisches Buffets

Zum Tanz spielt mit der Fridtjof-Laubner-Band aus Dresden eine der angesagtesten Galabands für Bälle aller Art. Mit seiner Zaubershow wird Mago Bernar, der seit 1976 im In- und Ausland gastiert, die Gäste unterhalten. Kulinarisch verwöhnen wird sie der „Maestro della Cucina“ mit seinen Kreationen eines venezianischen Buffets. Mangels Laufkundschaft hat zwar das Schlossrestaurant jetzt Winterpause. Doch bei Veranstaltungen und eingemieteten Feiern zieht der Küchenchef alle Register seines Könnens. Die Türen des Schlosses sind am Ballabend weit geöffnet, sodass man im ganzen Haus von dem besonderen Gefühl verzaubert wird. Für den Spiegelsaal sind die 40 Karten ausverkauft – diese waren zuerst weg, wie Anita Digmayer sagt zuständig für Marketing und Veranstaltungen im Schloss. Noch erhältlich seien Karten zu 55 Euro für schöne Plätze in den Salons sowie Flanierkarten für 35 Euro. Alle beinhalten Buffet und Überraschungen.

Mit dem Mitternachtsball am 20. Juni steht dann der zweite Ball des Jahres an.

Maskenball im Barockschloss Rammenau, am 31. Januar, 19 Uhr, Einlass 18.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es unter 03594703559.

www.barockschloss-rammenau.com

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