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Augsburg beendet Bayerns Superserie

Die großen Bayern sind in der Fußball-Bundesliga doch noch zu schlagen - der kleine FC Augsburg hat’s vorgemacht!

© dpa

Von Teresa Tropf und Klaus Bergmann

Augsburg. Die großen Bayern sind in der Fußball-Bundesliga doch noch zu schlagen - der kleine FC Augsburg hat’s vorgemacht! Vier Tage vor dem Champions-League-Kracher gegen Manchester United gelang den kampfstarken Schwaben am Samstag beim umjubelten 1:0 (1:0) das Kunststück, die Münchner nach 53 ungeschlagenen Partien erstmals wieder als Verlierer vom Platz zu schicken. Sascha Mölders erzielte in der 31. Minute das Tor des Tages. Meistercoach Pep Guardiola hatte sich mit einer Radikal-Rotation verzockt und vor 30 660 Zuschauern die erste Niederlage des Rekordmeisters seit dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen am 28. Oktober 2012 geradezu provoziert.

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Guardiola schickte im bayerischen Derby nur eine B-Elf auf den Platz. Die Youngster Mitchell Weiser und Ylli Sallahi gaben ihr Startelf-Debüt in der Bundesliga. Franck Ribery, Philipp Lahm und Arjen Robben standen dagegen nicht einmal im Kader. Auch Ersatzkeeper Tom Starke fehlte wegen einer Armverletzung.

Doch auch die Schwaben hatten die Ausfälle von gleich sechs Spielern zu verkraften: In André Hahn (Gelbsperre) und Tobias Werner (Augenhöhlenbruch) fehlte dabei unter anderem die gefährliche Flügelzange. Trotzdem begann der FCA aggressiv, attackierte früh und profitierte von den fehlenden Mechanismen in der B-Elf des deutschen Meisters.

Der erste Warnschuss gelang Matthias Ostrzolek (2.), der bei den Bayern überragende Nationaltorwart Manuel Neuer parierte jedoch nicht nur diesen Schuss gekonnt zur Ecke. Wenig später zirkelte Raphael Holzhauser (6.) einen Freistoß in die Münchner Mauer. Xherdan Shaqiri (10.) sorgte beim Triplesieger für den ersten Torschuss: Aus knapp zwanzig Metern zimmerte er den Ball am rechten Pfosten vorbei.

Dem FCA gaben die Unsicherheiten in der nicht harmonierenden Mannschaft der Gäste immer mehr Selbstvertrauen: Mölders (11.) stand plötzlich frei vor Neuer - scheiterte aber aus kurzer Distanz. Das deutliche Chancenplus baute der starke Alexander Esswein weiter aus. Er gewann das Laufduell gegen Ylli Sallahi, die Flanke erreichte Halil Altintop (26.), der aber ebenfalls an Neuer scheiterte.

Nur wenig später wurden die Augsburger für ihre mutige und giftige Spielweise belohnt: Mölders, der nach einem Abwehrfehler von Startelf-Debütant Mitchell Weiser völlig frei zum Schuss kam, drosch den Ball nach der Vorarbeit von Daniel Baier zur verdienten Führung ins Tor. Es war der erste Treffer des 29-Jährigen seit dem 5. Oktober 2013. Für die Bayern war der Rückstand schmeichelhaft.

Nach der Pause erhöhte Bayern den Druck. Mario Mandzukic (47.) schoss den Ball knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten darauf platzierte Javier Martínez einen Kopfball knapp über den Querbalken. Doch auch Augsburg kam noch zu Chancen: Die dickste hatte Esswein (52.), aber auch er scheiterte am fast unbezwingbaren Neuer.

Die eingewechselte Qualität in Person von Mario Götze, Thomas Müller und David Alaba merkte man dem Spiel der Gäste immer mehr an. Speziell Götze leitete viele Angriffe ein: Einem feinen Pass des Nationalspielers in den Strafraum blockte Jan-Ingwer Callsen-Bracker (57.) ab. Alaba (68.) traf zudem nur den Pfosten. Kurz vor Spielende hätte der eingewechselte Raul Bobadilla fast noch das 2:0 erzielt, aber er traf nur den Pfosten. (dpa)