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Augusto

Landschaften aus dem Kühlregal

Susanne Wurlitzer setzt Farben und Formen hochpräzise zusammen.

Susanne Wurlitzer: Arctic 9, 2019,
Acryl auf Leinwand.
Susanne Wurlitzer: Arctic 9, 2019, Acryl auf Leinwand. © Gustav Franz / Repro / PR

Von Siiri Klose

Einen letzten Rest Winter und einen dschungelgrünen Ausblick auf den Sommer – zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Arbeiten Susanne Wurlitzers, die aktuell in der Kunstausstellung Kühl zu sehen sind. Die gebürtige Greifswalderin lebt in Leipzig, wo sie auch bis 2011 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte, zuletzt als Meisterschülerin von Thomas Matthäus Müller im Bereich Buchkunst und Grafik-Design.

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Präzise Farbflächen wie eine Collage

Ein grafischer Hintergrund ist auch den aktuellen Werken in „Uncharted“ eigen. Wurlitzer setzt Farbflächen in Acryl so präzise neben- und übereinander, als wären sie eine Collage. (Die Serie „Northern Light“ besteht tatsächlich aus Papiercollagen). Auf die Spitze getrieben ist diese Technik in der eher kleinformatigen Nano-Serie, für die sie nacheinander transparente bis deckende Acryllack-Schichten aufträgt. Obwohl jede von ihnen nur ein paar Mikrometer stark sein dürfte, ist die Tiefenwirkung dieser filigranen Kompositionen faszinierend.

Von diesem äußersten Abstraktionspol pendelt Wurlitzer zum komplett malerisch aufgetürmten Eisberg von „Arctic 9“, der sowohl auf Casper David Friedrichs „Eismeer“ verweist als auch auf den konsequent ausgeloteten künstlerischen Kosmos, den sie in „Uncharted“ auffächert. Der Ausstellungstitel lässt sich mit „unerforscht“ oder „nicht verzeichnet“ übersetzen und steht für die nicht näher bestimmten Orte und Landschaften, die die Künstlerin in einer tiefgekühlten Farbpalette wiedergibt. In ihrer Gottverlassenheit könnten die Forschungsstationen in Eiswüsten und Felsgeröllhalden genauso gut Schauplätze des gleichnamigen bekannten Computerspiels darstellen.

Die Ausstellung "Uncharted" von Susanne Wurlitzer läuft noch bis zum 16. Mai, Mi-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr in der Kunstausstellung Kühl, Nordstr. 5 in Dresden. Im Schauraum sind Werke von Thomas Matauschek zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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